"Kleine Zeitung" Kommentar: "Notbremse" (von Erwin Zankel)

Ausgabe vom 30.11.2000

Graz (OTS) - Wenn Wälder brennen, hilft der Tankzug der Feuerwehr nichts mehr. Dann müssen Schneisen gegen ein weiteres Ausbreiten der Flammen geschlagen werden.

Mit dem Verbot der Verfütterung von Tiermehl an alle Tiere in allen EU-Ländern hat die Brüsseler Kommission der Notbremse gezogen. Die Agrarpolitiker der 15 EU-Staaten - darunter auch unser Landwirtschaftsminister -, die bisher ein totales Verbot als Panikreaktion ausschlossen, hatten Mühe, die Kehrtwendung nachzuvollziehen.

Ob damit der Rinderwahnsinn gestoppt werden kann, muss sich erst zeigen. Klar ist aber, dass es keine Alternative gab, als zu radikalen Maßnahmen zu greifen. Das bereits vor Jahren erlassene Verbot der Verfütterung von Tiermehl an Wiederkäuer verfehlte seine Wirkung, weil die Kontrolle lückenhaft war. Das Vertrauen der Verbraucher kann - wenn überhaupt - nur zurückgewonnen werden, wenn Tiermehl vorerst gänzlich aus der Nahrungskette genommen wird. Der Schritt ist auch im Interesse der Erzeuger.

Ein anderes Kapitel ist der Wahnsinn der Geldvernichtung in der Landwirtschaft. Deren Industrialisierung senkt nicht die Kosten, sondern erhöht sie - siehe BSE.

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