AKNÖ-Präsident Staudinger: "Danke Ernst Höger!" (1) SPERRFRIST 15.00 UHR

Neuer ÖGB-NÖ-Vorsitzender präsentiert 7-Punkteprogramm

Wien (ÖGB-NÖ). "Heute ist ein ganz besonderer Tag für die NÖ Arbeiterbewegung. Heute geht eine Ära zu Ende, eine erfolgreiche Ära. Eine Ära, die dem Land und seinen Menschen gut getan hat." Mit diesen Worten verabschiedete AKNÖ-Präsident Josef Staudinger heute, Mittwoch, den scheidenden Vorsitzenden des ÖGB Niederösterreich (ÖGB-NÖ), Ernst Höger im Rahmen einer Festsitzung in Bad Vöslau. Staudinger, der Högers Funktion interimistisch bis zur nächsten Landeskonferenz im Jahr 2002 übernehmen wird, betonte, dass Höger Niederösterreich entscheidend geprägt und ein "Stückerl" menschlicher und lebenswerter gemacht habe. Anschließend präsentierte der AK-Präsident sein 7-Punkte-Programm für den ÖGB.++++

Der AKNÖ-Präsident weiter: "Über die Erfolge von Ernst Höger im Bereich des Wohnbaus und in Sachen Regionalisierung brauche ich weiter nichts sagen. Das wäre, wie wenn man Wasser in die Traisen trägt. Man sieht sie ohnehin täglich, wenn man mit offenen Augen durchs Land fährt." Und auch sein Engagement für Beschäftigung werde deutlich bei einem Blick auf die NÖ Landkarte. Quer durch alle Regionen habe er Betriebe vor dem Zusperren gerettet. "Dafür gebührt dir unsere ganze Anerkennung, lieber Ernstl", so Präsident Staudinger.

Der AKNÖ-Präsident lobte ausdrücklich Högers sozialpartnerschaftlichen Kurs und meinte wörtlich: "Der Ernstl Höger war nie einer, der gegen Politiker oder Personen aufgetreten ist, sondern er hat ausschließlich gegen die Politik und die Maßnahmen, die gesetzt wurden, gekämpft. Und da hätte er in diesen Tagen wahrlich viel zu tun." Im Namen der Beschäftigten dankte Staudinger Höger für alles, was er geleistet habe, und versprach, auf die NÖ Gewerkschaft, die in jeder Hinsicht gut dastehe, und auf jene, "die wir zu vertreten haben", gut aufzupassen.

7-Punkteprogramm für ÖGB-NÖ

Mit einem 7-Punkte-Programm will Josef Staudinger die Gewerkschaft noch schlagkräftiger und moderner machen:

1. Konzentration der Kräfte zwischen AK und ÖGB - damit vorhandene Synergie-Effekte besser genutzt werden können.
2. Neue Rollenverteilung zwischen AK und ÖGB - die AK soll in erster Linie Analyseeinrichtung sein, der ÖGB müsse den "kompromissbereiten Zeigefinger" erheben und politisch auf den Tisch klopfen.
3. Schulterschluss mit den anderen Sozialpartnern - Niederösterreich soll Vorbild für eine "Sozialpartnerschaft Neu" werden, in die auch die Landesregierung verstärkt eingebunden werden muss.
4. Moderne Technologien nutzen - PC, Internet und Mobiltelefonie müssen zum Standardwerkzeug der ArbeitnehmervertreterInnen werden. 5. Mehr Aktionismus statt Resignation.
6. Personelle und organisatorische Erneuerung.
7. Mitgliederaktion - Es soll eine Rückholaktion verlorener Mitglieder gestartet und neue potenzielle Mitglieder, vor allem in atypischen Beschäftigungsverhältnissen, angesprochen werden. (hk)

ÖGB, 29. November 2000
Nr. 1024

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