Svihalek weist FPÖ-Kritik an Wiens Weinbaugebieten zurück

Die Bundeshauptstadt verfügt über die weltweit größte Weinbaufläche mit einer Jahrtausende alten Tradition

Wien, (OTS) Umweltstadtrat Fritz Svihalek hat Meldungen von Seiten der Wiener FPÖ zurück gewiesen, die vom Umwidmungsdruck auf die Stadtplanung durch Stilllegungen von Weingärten berichten. Svihalek meint gegenüber der Rathauskorrespondenz, dass der
Weinbau mit seinen rund 700 ha umfassenden Flächen nicht nur ein wesentlicher Bestandteil der Wiener Landschaft, sondern dass er grundsätzlich auch ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor sei. Es bestehe weiters ein Schutzgebietsystem, welches die Weinbaufläche der Wein- und Waldbaufläche berücksichtige. Danach liegen Weinbauflächen entsprechend dieses Schutzgebietsystems in der Wienerwaldrandzone als Übergangsbereich als eigentlicher Wald- und Wiesenbereich des Wienerwaldes. Ferner erläutete der Stadtrat, in der Folge seien in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Weinbauvereinen Landschaftsschutzgebiete abgegrenzt worden, die
auf die örtlichen Gegebenheiten Rücksicht nähmen, z.B. Landschaftsschutzgebiet Döbling, Landschaftsschutzgebiet Liesing, erklärte der Stadtrat. Weitere Landschaftsschutzgebiete, die Weinbauflächen inkludieren, seien in Vorbereitung.

Schutzziel dieser Landschaftsschutzgebiete sei die Erhaltung der offenen, durch Raine und Böschungen sehr gut strukturierte Landschaft der Weinbauflächen. Nach Angaben der zuständigen Behörde der Stadt Wien der Umweltschutzabteilung, Magistratsabteilung 22, seien in diesen Landschaftsschutzgebieten gemäß Wiener Naturschutzgesetz 1998 für alle Baulichkeiten, so auch für landwirtschaftliche Nutzbauten, naturschutzrechtliche Bewilligungen erforderlich. Die wesentlichen
Beurteilungsgrundlagen seien gemäß Wiener Naturschutzgesetz 1998 der Landschaftshaushalt, die Landschaftsgestalt und die Erholungswirkung der Landschaft. In diesen naturschutzrechtlichen Verfahren werde, in Kooperation mit der Magistratsabteilung 58
sehr genau geprüft, in welchem Umfang landwirtschaftliche Nutzbauten betriebsnotwendig und erforderlich seien, heißt es bei der Umweltschutzabteilung.

Der Weinbau in Wien hat nachhaltige Bestandsicherheit

Der Vorwurf der Wiener FPÖ, dem Wiener Weinbau wäre nachhaltige Bestandsicherheit zu verleihen, weist Umweltstadtrat Svihalek schärfstens zurück. Die naturschutzrechtlichen Bestimmungen sind nach Angaben der Umweltschutzabteilung als ausreichend anzusehen, um den Wiener Weinbau in seiner heutigen Ausdehnung zu erhalten. Ein zusätzliche Weingartenschutzverordnung erscheine daher aus der Sicht des Natur- und Landschaftsschutzes nicht erforderlich, sagte Svihalek abschließend. (Schluss) hl

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