Kronberger: "Kontaminiertes EU-Atom-Papier schleunigst endlagern"

EU-Kommissarin besteht auf Ausnahme für Atompolitik

Wien, 2000-11-29 (fpd) - Angesichts der heute in der Kommission beabsichtigten Beschlußfassung des Grünbuchs zugunsten der Atomenergie apellierte der freiheitliche EU-Abgeordnete und Umweltexperte Hans Kronberger nochmals an die europäischen Kommissare, allen voran an Franz Fischler, das nuklear verseuchte Papier vom Tisch zu wischen und möglichst sicher endzulagern. "Frau Palacio irrt gewaltig, wenn sie meint, sie könne durch weitere Millarden-Förderungen die Atomenergie beherrschbar und lukrativ machen", so Kronberger. ****

Dem Entwurf von Frau Palacio nach sollen Atomkraftwerke auch künftig keiner staatlichen Beihilfekontrolle unterliegen, und damit weiterhin unbegrenzt förderbar sein. "Hier wird mit zweierlei Maß gemessen", so Kronberger, "während Atomkraftwerke milliardenschwere Vorteile genießen, versucht die Kommission den unaufhaltsamen Durchbruch erneuerbarer Energien mit unfairen Mitteln zu bremsen." Zu dem von Frau Palacio angeführten Argument Versorgungssicherheit meinte Kronberger: "Auch das zur Kernspaltung notwendige Uran ist nicht in unendlichem Ausmaß vorhanden, weswegen allein aus Ressourcen-Gründen die Atomtechnologie keine Zukunft hat. Von den Gefahren für die Menschheit ganz zu schweigen."

"Anstatt Geld und Zeit in atomare Energien zu verschwenden, sollen endlich faire Marktbedingungen für erneuerbare Energien geschaffen werden und damit der richtige Schritt in eine nachhaltige Energiezukunft gesetzt werden. Dieser Grünbuchentwurf ist überflüssig wie ein Kropf", kommentierte Kronberger den Vorschlag Palacios abschließend. (Schluß)

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