73. Tagung der American Heart Association (AHA) / Eine neue Testreihe untersucht die Wirkung eines neuen Statins zur Behandlung von Ischämie nach Myokardinfarkt

New Orleans (ots-PRNewswire) - PRINCESS-Studie untermauert
folgende MIRACL-Ergebnisse: Die Ergebnisse der MIRACL-Versuchsreihe haben positive Auswirkungen im Falle eines frühzeitigen Therapiebeginns mit der neuen Generation von Statin gezeigt. Kombinierte ischämische Ereignisse konnten bei der gesamten Testgruppe mit instabiler Angina oder Nicht-Q-Wellen-Myokardinfarkt deutlich reduziert werden. Während diese Ergebnisse einerseits einen wertvollen Beitrag zur Vervollständigung der Kenntnisse über die Behandlung von Postmyokardinfarktpatienten leisten, werfen sie anderseits zahlreichen neue ungeklärte Fragen auf. Beispielsweise stellt sich die Frage, inwieweit eine Therapie mit dem agressiven Statin der dritten Generation auf lange Sicht das Schlaganfallrisiko erhöht. Auf diese Fragen versucht die PRINCESS-Studie (Prevention of re-INfarction by early treatment of CeErivaStatin Study; Studie über die Prävention von Re-Infarktion bei frühzeitiger Behandlung mit Cerivastatin) eine Antwort zu finden.

Die gesamte MIRACL-Versuchsgruppe zeigte ein insgesamt positives Ergebnis. Dennoch waren die in den jeweiligen Untergruppen der Patienten mit instabiler Agina bzw. Nicht-Q-Wellen-Myokardinfarkt erzielten positiven Effekte statistisch nicht relevant. Das unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Forschungen auf diesem Gebiet. Die PRINCESS-Studie untersucht, ob der Einsatz von Cerivastatin unmittelbar nach einem Myokardinfarkt einen Sekundärinfarkt bei allen Postmyokardinfarktpatienten verhindern kann und zwar sowohl bei der Nicht-Q-Wellen- als auch Q-Wellen-Gruppe.

Von den zwei unterschiedlichen Arten des Myokardinfarkts zeichnet sich der akute Nicht-Q-Wellen-Myokardinfarkt durch einen schwächeren Infarkt aus, der für 28 Prozent der Krankenhauseinweisungen infolge von Brustschmerzen verantwortlich ist. Bei dieser Patientengruppe ist das Risiko eines Krankenhaustodes geringer. Q-Wellen-Myokardinfarkte ereignen sich dagegen infolge eines mittelschweren bis schweren Infarkts und das Risiko, dass der Patient noch während des Auftretens des Infarkts stirbt, ist wesentlich höher. Diese Patientengruppe macht etwa 27 Prozent der Krankenhauseinweisungen aufgrund von Brustschmerzen aus.

Der Leiter der PRINCESS-Studie, Professor Lablanche vom Kardiologischen Krankenhaus in Lille, Frankreich, kommentierte: "Wir begrüßen die positiven Ergebnisse der MIRACL-Versuche. Dennoch gibt es nach wie vor eine Reihe ungeklärter Fragen im Hinblick auf die verschiedenen Postmyokardinfarktgruppen. Dies unterstreicht die Notwendigkeit von PRINCESS, denn wir brauchen weitere beweisliefernde Befunde. Wir sind überzeugt davon, dass der Einsatz von Cerivastatin innerhalb der PRINCESS-Versuchsreihe diese Beweise liefern wird."

Die Ergebnisse von MIRACL und die Anwendung von Cerivastatin in der PRINCESS-Studie wurden einer Reihe von Faktoren zugeschrieben, in erster Linie eine wirksame und schnelle LDL-Reduktion, die den Plaquespiegel stabilisiert, Reduktion von Entzündungsmarkern und Verbesserung der endothelialen Funktion. Diese Wirkung konnte beim Einsatz von Cerivastatin durch die schnelle LDL-Cholesterin-Reduzierung (i) sowie durch die Verbesserung der endothelialen Funktion nach nur zweiwöchiger Behandlung nachgewiesen werden (ii). Die Cerivastatin-Therapie zeigte ebenso positive Auswirkungen auf die Stabilisierung der Plaques, indem es die Fibrinkapseln verstärkte und den Makrophagenwert (iii) reduzierte.

Die PRINCESS-Studie untersucht, ob der Einsatz von Cerivastatin unmittelbar nach einem Myokardinfarkt einen Sekundärinfarkt bei allen Postmyokardinfarktpatienten verhindern kann und zwar sowohl bei der Nicht-Q-Wellen- als auch Q-Wellen-Gruppe. Das Augenmerk richtet sich dabei auf die Reduzierung der kardiovaskulär bedingten Morbidität und Mortalität nach drei Monaten bzw. zwei Jahren, die Auswirkungen auf Entzündungsmarker, mögliche Veränderung der Lipidparameter und Sicherheitsparameter. Die Behandlung setzt innerhalb von 48 Stunden nach einem akuten Myokardinfarkt ein. Die Wahl der Patienten, die drei Monate lang entweder mit Cerivastatin oder einem Placebo mit daran anschließender offener Verabreichung von Cerivastatin während eines Zeitraums von mindestens zwei Jahren behandelt werden, erfolgt willkürlich. PRINCESS ist eine multinationale, institutsübergreifende, zweifach blind durchgeführte, willkürliche, auf Placebo-Effekt basierende Parallelgruppenstudie von Cerivastatin 0,4 mg versus Placebo, die auf der frühzeitigen Behandlung einer Therapiegruppe von etwa 3.000 Patienten nach einem akuten Myokardinfarkt beruht. Die Studie wird an 250 Instituten in Europa und Nordamerika durchgeführt.

Cerivastatin (Baycol/Lipobay(tm)) ist ein hochwirksames Statin der neuen Generation. Eine neue Studie (iv) zur gemischten Dyslipidämie hat
kürzlich beeindruckende Werte bei der Behandlung von 95 Prozent der Patienten aufgrund von NCEP im Hinblick auf LDL-C geliefert, bei der gleichzeitig eine Senkung der Triglyceridwerte um 32 Prozent erreicht wurde. Dies belegt das hochwirksame lipidreduzierende Potential von Cerivastatin.

(i) Gespeicherte Daten, Bayer AG 2000

(ii) Schmieder RE, Jacobi J, Delles C, Schlaich MP, Schneider M, John S. Lipid -lowering Therapy with Cerivastatin Improves Endothelial Function After 2 Weeks. 256A, Abstract 10469

(iii) Aikawa M et al. Circulation 1998;98: I-47

(iv) CAVEAT Trial, Gespeicherte Daten

ots Originaltext: American Heart Association
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