FORMAT: AUA klagt von Niki Lauda 130 Millionen Schilling in Paris ein

Preis für Laudas Aktienpaket soll von 230 auf 102 Millionen gedrückt werden

Wien (OTS) - Nächster Tiefschlag im Airline-Krieg gegen Niki
Lauda. Die AUA brachte, so berichtet das morgen erscheinende Nachrichtenmagazin FORMAT, am Freitag eine Feststellungsklage beim Schiedsgericht der Internationalen Handelskammer in Paris ein. Mit diesem Schritt will die AUA erreichen, den mit Lauda vereinbarten Fixpreis von 230 Millionen Schilling für sein Aktienpaket um 130 Millionen zu drücken.

Die Lauda-Stiftung hält eine Million Aktien an der Lauda-air (29,4 Prozent), die laut einer Option für 230 Schilling pro Stück spätestens im Sommer 2001 an die AUA gehen sollen. Nun hat die Staatsairline diesen Anspruch ihres Erzfeindes bei Gericht angefochten. Die AUA will nur noch 7,40 Euro (102 Schilling) pro Aktie zahlen, das geht FORMAT zufolge aus der Pariser Klage hervor. Kommt die AUA damit durch, würde das den Kaufpreis für Niki Lauda auf 102 Millionen Schilling mehr als halbieren würde.

"Nikolaus Lauda hat seine Zusagen bezügliche der Werthaltung des Ausübungspreises nicht eingehalten. ... Die Geschäftsgrundlage für diesen Preis liegt nicht mehr vor", zitiert FORMAT eine Stellungnahme von AUA-Anwalt Ewald Weninger.

Niki Lauda zeigt sich im FORMAT-Interview über die Klage erbost:
"Dieser Fall ist eine beosndere Schweinerei, weil ich das Geld schon 1999 hätte kassieren können und die Option nur auf Drängen der AUA verlängert habe." Er ist aber dennoch zuversichtlich: "Ich glaube nicht, daß sie in dem Prozeß irgendeine Chance haben. Aber sie könnten mir ein, zwei Jahre vorenthalten, was mir zusteht.³

AUA-Vorstand Herbert Bammer äußert sich FORMAT gegenüber hart: "Wir sind bei Lauda ein gewisses Risiko eingegangen. Daß uns ein Fast-Konkurs hinterlassen wird, war nicht ausgemacht. Der Substanzwert der Lauda-air ist Null, der Preis nicht mehr gerechtfertigt." Daß Lauda durch den Aufschub der Option vor eineinhalb Jahren der AUA einen Gefallen tat, bestreitet Bammer nicht, meint aber: "Das ist jetzt völlig irrelevant."

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