"profil": Vorwürfe gegen Lauda nur zum Teil berechtigt

Grobe Pflichtverletzung bei Refinanzierungen und wegen ineffizientem Controlling - trotzdem kein Schaden für Lauda Air

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, sind die vom AUA-Vorstand gegen Niki Lauda erhobenen schweren Vorwürfe nur zum Teil berechtigt. WU-Professor Christian Nowotny kommt in einer rechtlichen Bewertung der Prüfberichte von Deloitte & Touche und KPMG zu dem Schluss, dass es bei den Finanzierungsgeschäften über die Lauda Air Italy keine Hinweise auf verdeckte Vorteilszuwendungen an Niki Lauda gibt. Die vorliegenden Prüfberichte enthalten keine Feststellung, dass der Lauda Air durch das Verhalten des Vorstands ein Schaden entstanden ist.

Zu den inkriminierten Punkten nimmt Rechtsprofessor Nowotny wie folgt Stellung:

Der Bilanzfehler im Geschäftsfjahr 199/2000 in Höhe von 40 Millionen Schilling aus einem Fremdwährungsgeschäft, bei dem DM-Kredite in Yen-Kredite geswapt wurden, stellt "keine grobe Pflichtverletzung dar".

Das ohne Genehmigung des Aufsichtsrats von Lauda durchgezogene Refinanzierungskonzept, bei denen er durch buy-sale-and-lease-back bei Flugzeugen 1,1 Milliarden Schilling lukriert hat ist aufsichtsratspflichtig und daher eine grobe Pflichtverletzung. Nowotny gibt aber zu bedenken, dass Insolvenzgefahr und daher Zeitdruck gegeben waren.

Der Cateringvertrag Laudas mit DO & CO beziehungsweise dessen Verlängerung sind nicht aufsichtsratspflichtig und durchaus im Interesse der Lauda Air gelegen.

Bei den Fremdwährungs- und Derivatgeschäften ist das Nichteinrichten eines entsprechenden Informations- und Controllingsystems dem Gesamtvorstand als grobe Pflichtverletzung anzurechnen.

Lauda selbst meint im "profil"-Interview: "Ich muss die Schuld auf mich nehmen, nicht für ein effizientes internes Kontrollsystem gesorgt zu haben. Es ist aber der Lauda Air und damit auch ihrem Aktionär AUA kein Schaden zugefügt worden."

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