Grollitsch: "Bildungsverschlechterung" nur Vorwand für Lehrerprotest

Wien, 2000-11-24 (fpd) - Der freiheitliche Abgeordnete Dr. Udo Grollitsch lobte im Rahmen der Beratungen zu den Budgetbegleitgesetzen im Parlament die neue Regelung betreffend Klassenvorstands- und Kustodiatstätigkeiten an den Schulen. ****

Bisher sei für diese Tätigeiten je eine Unterrichtsstunde gutgeschrieben bzw. bezahlt worden, so Grollitsch. Dies habe zu einem nicht gerechtfertigten Besoldungsgefälle geführt, da ein und die selbe Tätigkeit etwa jungen AHS-Lehrern nur mit der Hälfte bis zu einem Drittel jener Summe vergütet worden sei, die man ihren älteren Kollgen ausbezahlt habe. Nunmehr seien einheitliche Richtsätze vorgesehen, die für Junglehrer einen Einkommenszuwachs bedeuteten, während betroffene Altlehrer mit geringen Gehaltseinbußen rechnen müßten. Und weil die Standesvertreter und Lehrergewerkschafter eher aus den höheren Gehaltsstufen stammten, so der Abgeordnete weiter, seien sie von diesen Kürzungen eher betroffen und würden daher gegen diesen durchaus zumutbaren Beitrag zum Sparprogramm protestieren.

Weil aber den vom allgemeinen Sparkurs der Bundesregierung betroffenen Steuerzahlern die Unzumutbarkeit einer geringfügigen Gehaltskürzung schwer zu verkaufen sei, so Grollitsch, greife man zu griffigen "Parolen", beklage einen nicht vorhandenen "Kahlschlag in Österreichs Bildungspolitik" und polemisiere gegen das Phantom einer "Verschlechterung im Bildungssystem". "Es ist Zeit, diesen Protest an den Schulen ins rechte Licht zu rücken und als das zu entlarven, was er ist: nämlich billige Polemik, die ungerechtfertigte Privilegien der etablierten Lehrerschaft fortschreiben und Einkommensverbesserungen für leistungswillige Junglehrer verhindern soll", so Grollitsch abschließend. (Schluß)

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