AIZ-Chefredakteur Posekany mit Hartmann-Preis ausgezeichnet

Verständliche, umfassende Berichterstattung über Land- und Forstwirtschaft

Wien, 24. November 2000 (AIZ). - AIZ-Chefredakteur Christian Posekany und "Kurier"-Redakteur Norbert Rauter wurden am Donnerstagabend im Wiener Raiffeisenhaus mit dem Eduard-Hartmann-Preis 2000 ausgezeichnet. Dieser Preis wird vom Verband der Agrarjournalisten Österreichs, VAÖ, seit 1967 jährlich - im Gedenken an Landwirtschaftsminister Eduard Hartmann - für hervorragende journalistische Leistungen verliehen, die der Verständigung und Zusammenarbeit zwischen der Land- und Forstwirtschaft einerseits und den anderen Wirtschaftszweigen beziehungsweise den Interessen der Land- und Forstwirtschaft dienen. VAÖ-Präsident Paul Gruber begrüßte zur Preisverleihung zahlreiche Ehrengäste - an der Spitze EU-Kommissar Franz Fischler, den Vorsitzenden der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern, Rudolf Schwarzböck, und Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad. Gruber verwies darauf, dass es sich bei Posekany und Rauter bereits um den 50. und 51. Hartmann-Preisträger handle. Dies sei ein Zeichen für die hohe Qualität der Berichterstattung über die Landwirtschaft. ****

In ihrer Laudatio nannte Veronika Canaval (Redakteurin der Salzburger Nachrichten und selbst Hartmann-Preisträgerin) das AIZ eine "seriöse Informationsquelle über die Entwicklung und Probleme der Landwirtschaft". Dies sei im Besonderen auch der Verdienst von Christian Posekany, der dafür gesorgt habe, "dass das AIZ in den letzten Jahren allen Stürmen getrotzt und seine Rolle als Informationsmedium über agrarische Belange ausgebaut hat, und zwar in einer Zeit, in der es durch den EU-Beitritt zu den gravierendsten Umbrüchen kam, die die Landwirtschaft je zu meistern hatte". Insbesondere auch im Rahmen der EU-Berichterstattung sei es mit Posekany gelungen, einerseits für die Landwirtschaft und andererseits für die breite Bevölkerung aktuell und umfassend zu informieren.

Verständliche Berichterstattung über komplexe Materie

"Das AIZ ist ein Garant dafür, dass man auch als Tageszeitung wichtige internationale Entwicklungen nicht verschlafen kann", sagte Canaval und hob in diesem Zusammenhang die Fähigkeit Posekanys hervor, über eine äußerst komplexe Materie, wie sie Landwirtschaft und Agrarpolitik nun einmal seien, so zu berichten, "dass es allgemein verständlich ist, und trotzdem den Ansprüchen der Spezialisten und Insider genügt". Als Jurymitglied wäre sie "nie auf die Idee gekommen, Posekany für den Hartmann-Preis vorzuschlagen", gestand Canaval abschließend, "weil ich davon ausgegangen bin, dass er ihn längst bekommen hat".

Konsumenten-Bewusstsein für Wert von Lebensmitteln fördern

Der zweite Preisträger, Norbert Rauter, wurde vom Vorstandsvorsitzenden der Agrarmarkt Austria, Georg Schöppl, vorgestellt. Rauter habe als Wirtschaftsredakteur mit seiner Berichterstattung dem "Kurier" seinen Stempel aufgedrückt, betonte Schöppl. Er hob das Bemühen Rauters hervor, einen Konnex zwischen landwirtschaftlicher Urproduktion und der Lebensmittelwirtschaft beziehungsweise dem Handel herzustellen. Rauter zeichne sich dadurch aus, dass er der bäuerlichen Bevölkerung mit Respekt begegne und das Bewusstsein der Konsumenten für den Wert von Lebensmitteln fördere. Rauter berichte seriös, verantwortungsvoll und mit großer Sachkenntnis, nicht nur dafür werde er von seinen Kollegen sehr geschätzt.

Hartmann-Preis Auszeichnung für gesamtes AIZ

In kurzen Dankesworten verwies Posekany auf sein Bemühen, der Leserschaft den bestmöglichen Zugang zur Landwirtschaft zu ermöglichen, und dies in einer Zeit, in der die Konsumenten steigende Anforderungen an die Lebensmittelqualität stellten und gleichzeitig die Liberalisierung und Globalisierung im Agrarhandel weiter zunehme. Die bäuerliche Bevölkerung benötige heute mehr denn je aktuelle und umfassende Informationen, so Posekany. Der Gesellschaft sei zu vermitteln, "dass es den Bauern nicht möglich ist, immer Besseres um immer weniger Geld zu produzieren, ohne dass die Natur auf der Strecke bleibt". Hochwertige Lebensmittel und Umwelt hätten ebenso ihren Preis wie schrankenlose Liberalisierung -auf Kosten von Qualität und Mitmenschen. Den Hartmann-Preis sieht Posekany als Bestätigung für das bisherige Bemühen um eine verantwortungsvolle Berichterstattung und als Auftrag für die künftige Arbeit. Der Hartmann-Preis sei eine Auszeichnung für das gesamte AIZ, dankte Posekany allen Mitarbeitern und Wegbegleitern.

Fischler: EU-Erweiterung braucht Zustimmung der Bürger

EU-Kommissar Fischler nahm in seiner Festrede Bezug auf die kommenden Herausforderungen der Europäischen Union. Er nannte die EU-Erweiterung "die zentrale Aufgabe für die nächsten Jahre". Die Erweiterung der Union biete große wirtschaftliche Chancen, dies zeige sich in den stark steigenden Exporten Österreich in die östlichen Nachbarländer und in der daraus resultierenden positiven Handelsbilanz mit diesen Ländern. Die Erweiterung mache eine Reform der EU-Institutionen notwendig, gleichzeitig dürfe man aber wichtige Grundpfeiler wie etwa das Kollegialitätsprinzip der Kommission nicht über Bord werfen. Mehrheitsentscheidungen müssten auch künftig möglich sein, so Fischler.

Die Erweiterung sei auch mit Problemen verbunden, beispielsweise in der Landwirtschaft, gab Fischler zu. Österreich sei daher aufgefordert, Vorschläge für mögliche Übergangsregelungen zu machen. "Die EU-Erweiterung braucht die Zustimmung der Bürger. Wir müssen den Menschen verständlich machen, dass es dazu keine Alternative gibt", sagte der Kommissar und betonte dabei auch die Rolle der Medien als Informationsträger.
(Schluss) kam

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