Cap weist Künstlerbeschimpfungen der FPÖ zurück

"Bau des Linzer Musiktheaters ist notwendig"

Wien (SK) Die FPÖ habe heute keinen Beitrag zur Diskussion um die Künstler-Sozialversicherung geleistet, sondern nur eine "Künstlerbeschimpfung durchgeführt", kritisierte SPÖ-Kultursprecher Josef Cap am Freitag im Nationalrat im Rahmen der Debatte zum Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetz. Cap verwahrte sich dagegen, dass FPÖ-Abgeordnete zeitgenössische Künstler in der laufenden Debatte "verhöhnen". Diese Politik "hat keinen Platz in Österreich. Das sei Ihnen ins Stammbuch geschrieben", sagte Cap. Die ÖVP sei aufgefordert, sich von solchen FPÖ-Wortmeldungen zu distanzieren und "denjenigen einmal die Leviten zu lesen", unterstrich der SPÖ-Abgeordnete. ****

Der SPÖ-Abgeordnete hätte sich dazu auch eine Stellungnahme der FPÖ-Abgeordneten Povysil, Vorsitzende des Kulturausschusses, erwartet. Das Verhalten der FPÖ sei jedoch "unfassbar" und zeige das "wahre Bestreben" der Freiheitlichen, die anscheinend "gekaufte Künstler" wollten, da diese für 1.000 Schilling Zuschuss zur Pensionsversicherung der FPÖ offensichtlich auch noch dankbar sein müssten, zeigte sich Cap empört.

Cap wies auch zurück, dass, nach Ansicht der FPÖ, die Künstler als "ideologische Speerspitze" missbraucht würden, nur weil sich die Künstler als Staatsbürger kritisch geäußert haben. Im FPÖ-Satz "Die Hand die füttert, beißt man nicht" sieht Cap die "Aufforderung zum Staatskünstlertum". Dies sei ein "unfassbares Vorgehen", womit die Künstler zu "Bittstellern" gemacht werden sollen. Cap warf der FPÖ "tiefsten Feudalismus" vor, die Freiheitlichen wollten offenbar "rumkriechende Künstler".

Ein "populistisches Spiel" warf Cap der FPÖ bezüglich ihrer Haltung im Zuge der Volksbefragung zum des Bau des Linzer Musiktheaters vor. Mit dem Slogan "Kleiner Mann zahlt große Oper" beabsichtige die FPÖ eine Grundstimmung gegen das Musiktheater schaffen. Die Bürger würden vor die Entscheidung gestellt, Donaubrücke oder Oper, obwohl es sich noch dazu um keine Oper, sondern um ein Musiktheater handelt. Cap erwartet sich dazu Stellungnahmen von Povysil und Staatssekretär Morak.

Es handle sich um eine "kulturelle Streitfrage", ob man auf der Seite des Publikums steht oder nicht. Es sei daher notwendig, dass das Linzer Musiktheater gebaut werde, betonte der SPÖ-Kultursprecher. Offenbar sei unter dem "dynamischen Kunstbegriff" der Regierung zu verstehen, dass ein Teil gegen das Musiktheater und der andere dafür sei, stellte Cap fest. (Schluss) hm

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