Bundesarbeitskammer für Weiterentwicklung des Sozialsystems (1)

Salzburg (AK) - Statt der eingeschlagenen Politik der Belastungen, Leistungskürzungen und Umverteilung fordert die Bundesarbeitskammer die Weiterentwicklung des Sozialstaates in Richtung einer tatsächlicher Erhöhung der Treffsicherheit und eine zukunftsorientierte Arbeitsmarktpolitik.****

Anstelle von Sozialkürzungen und Belastungen der einkommensschwachen Bevölkerung fordert die Hauptversammlung die positive Weiterentwicklung des Sozialstaates. Der Expertenbericht zum Thema "Treffsicherheit" hat festgestellt, dass in etlichen Bereichen des Sozialsystems Handlungsbedarf im Sinne einer Weiterentwicklung besteht. Der Handlungsbedarf reicht von Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie über die Einbeziehung von Beschäftigten in prekären Vertragsformen in die Arbeitslosenversicherung bis zur Anhebung der Ersatzrate beim Arbeitslosengeld. Die Bundesarbeitskammer tritt dafür ein, das Sozialsystem weiterzuentwickeln (worauf auch der von der Bundesregierung bestellte Expertenbericht hinweist), damit den Sozialstaat abzusichern und das soziale Netz zu stärken.

Die Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer bekennt sich zum Ziel der Vollbeschäftigung und fordert unter anderem
+ den Ausbau des präventiven Charakters der österreichischen Arbeitsmarktpolitik und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zur raschen Beendigung von Arbeitslosigkeit (Höherqualifizierung)
+ die Verbesserung der Arbeitsmarktchancen für Frauen, Jugendliche, behinderte Personen sowie ältere Menschen
+ eine Anpassung der Qualifikation an neue, durch die technologische und wirtschaftliche Entwicklung bewirkten Erfordernisse
+ die Anpassung der Arbeitslosenversicherung an die zunehmende Flexibilität der Arbeitsbeziehungen sowie die Reduktion des Verarmungsrisikos bei Arbeitslosigkeit.

(Fortsetzung)

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