AK-Präsident Wipplinger gegen neue Schmalspurausbildungen: "Die Etagenkellnerlehre führt in eine berufliche Sackgasse"

Linz (AKO) "Mit der Einführung neuer Schmalspurlehrberufe wird weiter versucht, Jugendliche um eine fundierte Berufsausbildung zu prellen", kommentiert AK-Präsident Hubert Wipplinger den jüngsten Plan von Tourismus-Staatssekretärin Mares Rossmann. Diese möchte unter den Titel "Gastroservice" eine zweijährige Kurzlehre für die Berufe Cafetier und Etagenkellner schaffen.

Gerade in einer Zeit, in der breites Basiswissen zur Voraussetzung für eine erfolgreiche berufliche Zukunft geworden ist, muss jede Minderung der Qualität der Berufsausbildung entschieden abgelehnt werden. Mit einem derart eingeschränkten Beruf wie Etagenkellner oder Cafetier sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt äußerst gering. Das gilt auch für die übrigen bereits vorgeschlagenen Kurzlehren wie etwa Regalbetreuer (genannt Lagerwirtschaftsfachfrau) oder Möbelmonteur.

"Es geht der Wirtschaft nur darum, in großen Mengen billige Arbeitskräfte zu bekommen, um derzeit noch bestehende Hilfskrafttätigkeiten durch kostengünstige Lehrlingsbeschäftigung zu ersetzen", so Wipplinger. "Eine derartige Vorgangsweise ist entschieden abzulehnen." In der Praxis wird kaum jemand die Chance bekommen, eine etwaige Höherqualifizierung durch zusätzliche Ausbildung - etwa zum Sommelier, Barkeeper oder zur Restaurantfachkraft - zu erlangen. Solche, von Frau Rossmann als "Kurzlehre" bezeichnete Ausbildungen sind daher Sackgassen, welche direkt in die Arbeitslosigkeit führen.

Die Idee der Tourismus-Staatssekretärin zeugt aber auch von geringer Weitsicht. "Es kann ja doch nicht im Interesse der Wirtschaft liegen, zu Gunsten eines kurzfristigen Profites die Qualität der Facharbeit in unserem Land verschlechtern zu wollen. Denn die Facharbeiter sind der Motor der heimischen Wirtschaft", betont Wipplinger abschließend.

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