Österreichs Exporte nach Singapur explodieren

117 Prozent Steigerung von Jänner bis Juli 2000 - All time high-Jahresexportvolumen von 3 Milliarden Schilling erwartet

Wien (PWK1016) - Singapurs Bedeutung für Österreich als Absatzmarkt hochwertiger Konsum- und Investitionsgüter sowie als Drehscheibe für die südostasiatischen Märkte nimmt rasant zu. "Nach drei rückläufigen Jahren während der Asienkrise konnte im Vorjahr wieder ein sprunghafter Anstieg der österreichischen Ausfuhren von 53 Prozent verzeichnet werden, in den ersten sieben Monaten des heurigen Jahres explodierten die Exporte um sagenhafte 118 Prozent auf 1,9 Mrd Schilling", berichtet Österreichs Handelsdelegierter in Singapur, Wolfgang Mayerhofer. Er führt dies in erster Linie darauf zurück, dass sich die lokale Wirtschaft nach den vergangenen Krisenjahren wieder erholt habe, und über Jahre hinweg aufgeschobene Investitionen jetzt nachgeholt werden. Natürlich spiele auch der für Österreichs Exporteure derzeit günstige Wechselkurs des Schilling/Euro gegenüber dem Singapur-Dollar eine Rolle.

Mayerhofer rechnet, dass heuer somit ein Rekord-Jahresexportergebnis von 3 Mrd Schilling und ein stark ausgebautes Handelsbilanzaktivum Österreichs erreicht werden könnten. Die Importe Singapurs nach Österreich sanken nämlich heuer von Jänner bis Juli um 11 Prozent auf 840 Millionen Schilling.

Nur 35 Jahre nach der Staatsgründung präsentiert sich der Stadtstaat Singapur heute als eines der erfolgreichsten und wohlhabendsten Länder der Welt. Von der asiatischen Krise lediglich gestreift, erzielte Singapur bereits 1999 ein Wirtschaftswachstum von 5,4 Prozent, das sich in den ersten 9 Monaten des Jahres 2000 auf 9,8 Prozent erhöhte.

"Mit Ausnahme des Bausektors verzeichneten alle Wirtschaftsbereiche ein kräftiges Wachstum, getragen vom globalen Aufschwung des Elektroniksektors, der etwa 50 Prozent der Industrieproduktion Singapurs ausmacht", weiß Mayerhofer. Für das beginnende "Wissenszeitalter" rüstet sich Singapur mittels verschiedener Masterpläne, die Liberalisierungen im Finanz- und Telekommunikationssektor und eine Konzentration auf High-Tech-Clusterindustrien vorsehen. Gleichzeitig werden riesige Budgetmittel in Ausbildung und Umschulung sowie in die Idee einer "Schule des lebenslangen Lernens" gesteckt, um in der neuen wissenbasierenden Wirtschaft den wichtigsten Produktionsfaktor "Intelligenzkapital" einzusetzen und global konkurrenzfähig bleiben zu können. (Ne)

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