Kulturstädte 2000: Santiago de Compostela

Wien (OTS) - Im Rahmen der ORF/3sat-Reihe "Kulturstädte 2000" porträtiert Karl Pridun am Montag, dem 27. November 2000, um 21.00 Uhr das spanische Santiago de Compostela. Die Stadt ist geistiges, kulturelles und administratives Zentrum der spanischen Region Galicien, die im äußersten Nordwesten der iberischen Halbinsel liegt. Die kleine Stadt mit rund 100.000 Einwohnern ist seit mehr als tausend Jahren Ziel unzähliger Reisender. Bereits im Mittelalter ist ihr Einfluss auf Europas Kulturgeschichte gewaltig: als Endpunkt des berühmten Pilgerweges "el camino" zum Grab des Apostels Jakob - auf Spanisch Santiago, dem Namensgeber der Stadt.

Santiago de Compostela feiert das Kulturjahr 2000 unter dem Motto "Europa und die Welt" mit einem Veranstaltungsprogramm, das altspanische Tradition mit modernen Elementen verbindet. Als Höhepunkt der Theatersaison zeigt das Nationaltheater aus Madrid das Stück "Autofriedhof" des spanischen Schriftstellers Fernando Arrabal. Arrabal galt in den fünfziger Jahren als führender Repräsentant gegen das Franco-Regime. Das Stück schildert eine groteske Welt ohne Moral, Ethik und voller Intrigen; es ist eine deutliche Anspielung auf die Passion Christi. "Autofriedhof" wurde für das Kulturjahr 2000 zum ersten Mal in Spanien inszeniert.
Seit 1993 steht das Museum Moderner Kunst an der Grenze zwischen Alt-und Neustadt. Dieser Ort für das Bauwerk des berühmten Architekten Alvaro Siza war anfangs umstritten - es gab Vorbehalte gegen zeitgenössische Kunst inmitten barocker Fassaden des historischen Stadtkerns. Das Innere des Museums ist labyrinthisch angelegt. Auf drei Ebenen werden Werke galicischer und internationaler Avantgardekünstler gezeigt. Eine Ebene ist im Kulturjahr dem Pariser Künstler Georges Rousse gewidmet. Er verbindet verschiedene Kunstformen wie Architektur, Fotografie, Skulptur und Malerei.
Die Außenfassade der berühmten Kathedrale von Santiago de Compostela nannte der Schriftsteller Gabriel García Márquez "das steingewordene Wunder". Die Kathedrale ist Ausgangspunkt der Legendenbildung rund um die Stadt, aber auch, da sich in ihrem Inneren das Grab des Apostels Jakob befindet, das eigentliche Ziel des Pilgerweges. Der Bestsellerautor Paulo Coelho fand erst durch die Pilgerschaft zum Schreiben. Er spricht über Erfahrungen während seiner Reise.

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