Generali Vienna-Gruppe: Wachstum in allen Märkten

In allen sieben Märkten erzielte die Gruppe in den ersten neuen Monaten Prämienwachstum. Für 2000 wird mit gleichbleibender Dividende gerechnet, obwohl sich der Jahresüberschuss deutlich verringern wird.

Wien (OTS) - Die Generali Vienna-Gruppe - einer der drei größten Versicherungskonzerne Österreichs - erzielte in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres ein Wachstum des konsolidierten Prämienaufkommens um 4,9 % auf 24,3 Mrd. ATS/1,8 Mrd. Euro. Wie aus dem heute vorgelegten Zwischenbericht der börsennotierten Generali Holding Vienna AG hervorgeht, lag das Wachstum in den Nicht-Lebenssparten bei 4,8 % und in der Lebensversicherung bei 5,3 %. Besonders erfreulich entwickelte sich mit einem Prämienanstieg um 151 % die fondsgebundene Lebensversicherung, die anteilsmäßig bereits 15,4 % der gesamten Lebensversicherungsprämie erreichte.

Ausblick 2000: Prämienwachstum hält an

Für das Gesamtjahr geht die Generali Vienna-Gruppe von einem Prämienwachstum um rund 6 % auf 32,0 Mrd. ATS/2,3 Mrd. Euro aus.

Hinsichtlich des versicherungstechnischen Bruttoergebnisses ist mit einer starken Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr zu rechnen. Ausschlaggebend dafür ist in der Nichtlebensversicherung ein starker Anstieg von Schäden aufgrund von Unwettern in Österreich sowie die unbefriedigende Situation in der Kfz-Kasko-Versicherung wegen insuffizienter Prämien und der Zunahme der Schadenanzahl. Der Aufbau der Tochtergesellschaften in Slowenien, Polen und der Slowakei führte zu Anlaufverlusten. Allfällige Schadenzahlungen der Generali Versicherung AG - einer Tochtergesellschaft der Generali Holding Vienna AG - infolge der Standseilbahn-Katastrophe in Kaprun am 11. November 2000 wären weitgehend durch Rückversicherungen gedeckt, so dass daraus kein wesentlicher Einfluss auf das Ergebnis des Konzerns zu erwarten ist.

In der Lebensversicherung wurden vor allem in Ungarn, aber auch in den anderen mittel-osteuropäischen Märkten entsprechend der strategischen Ausrichtung enorme Prämienzuwächse erzielt; die expansive Geschäftsaufbringung führt naturgemäß zunächst zu entsprechend hohen Akquisitionskosten.

Nach Abzug des Anteils der Rückversicherer und nach Entnahmen aus der Schwankungsrückstellung wird ein im Vergleich zum Vorjahr beträchtlich höherer technischer Nettoverlust verbleiben.

Das finanzielle Gesamtergebnis wird gegenüber 1999 deutlich sinken, da der Einmaleffekt der hohen Gewinnrealisierung aus dem Verkauf der max.mobil-Anteile entfällt.

Nach dem Rekordergebnis des Jahres 1999 ist aus heutiger Sicht für das Geschäftsjahr 2000 zwar insgesamt ein deutlich geringerer Jahresüberschuss zu erwarten, der aber jedenfalls die Ausschüttung eines gleich hohen Betrages (Dividende und Bonus) wie für 1999 ermöglichen wird.

Weiterhin starkes Wachstum in den neuen Märkten

Während das Prämienaufkommen der österreichischen Gesellschaften im direkten Geschäft in den ersten neun Monaten um 1 % über dem Vorjahresniveau lag, erreichten die Konzernunternehmen in den mittel-osteuropäischen Ländern ein Wachstum von 35 %. Der Anteil dieser Länder am gesamten Prämienvolumen der Gruppe wuchs von 11,6 auf nunmehr 15 %. In Ungarn konnte das Prämienaufkommen um fast 30 % auf 2,5 Mrd. S/184,6 Mio. Euro gesteigert werden. Der Markteintritt in Polen schlägt schon in den ersten drei Quartalen dieses Jahres mit Prämien von über 60 Mio. S/4,4 Mio. Euro sehr positiv zu Buche.

Die Schadenzahlungen und Versicherungsleistungen (Rechnungsjahrschäden) stiegen in den ersten neun Monaten insgesamt um 3,4 % auf 17,2 Mrd. ATS/1,3 Mrd. Euro. Im Nichtlebensbereich war die Entwicklung von den Auswirkungen der Winterstürme und der Sommerunwetter in Österreich geprägt, während sich in der Lebensversicherung die Leistungen in Summe geringfügig reduzierten.

Bei den Kosten ergab sich von Jänner bis Ende September eine Erhöhung um 6,5 % auf 7,3 Mrd. ATS/531 Mio. Euro. Dieser Anstieg ist im wesentlichen auf verstärkte Akquisitionsleistungen im Lebensgeschäft der österreichischen und ungarischen Konzerngesellschaften sowie Investitionen in den konsequenten Aufbau der Tochtergesellschaften in Ost-Mitteleuropa zurückzuführen.

Die konsolidierten Kapitalanlagen wuchsen seit Jahresbeginn um 1,8% oder 1,9 Mrd. ATS/141 Mio. Euro auf 109,2 Mrd. ATS/8,0 Mrd. Euro. Die konsolidierten laufenden Kapitalerträge reduzierten sich wegen des kontinuierlich rückläufigen Anteils hochverzinslicher Wertpapiere und Darlehen an den Gesamtanlagen sowie der Anlagenumschichtung in österreichische Spezialfonds, deren Ausschüttungen erst im vierten Quartal erfolgen, um 4,2% auf 4,7 Mrd. ATS/338 Mio. Euro.

Aktie trotz ATX-Rückgang stark im Plus

Die Generali Vienna-Stammaktie stieg in den ersten neun Monaten um 8,4 % auf 180,5 Euro, während der ATX einen Rückgang um 3,1 % zu verzeichnen hatte. Der Kursanstieg ist durch das laufende Aktienrückkaufsprogramm beeinflusst. Seit 30. September hat sich der Kurs der Aktie um weitere 4,7 % auf 189,0 Euro (22. November) erhöht.

Hinweis an die Redaktionen:
Wir mailen Ihnen bei Bedarf gerne sofort den gesamten Zwischenbericht zum 30. September 2000. Er steht auch auf der Internet-Site www.generali-holding.at zur Verfügung.

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