ÖGJ gegen weitere Einführung von "Schmalspurlehren"

Rossmann will Jugendlichen Zukunftschancen nehmen

Wien (ÖGJ). Entschieden gegen die Einführung weiterer "Schmalspurlehrberufe" sprach sich heute, Donnerstag, der Bundessekretär der Österreichischen Gewerkschaftsjugend, Stefan Maderner, aus. "Der Vorschlag Rossmanns beweist eindeutig, dass weiter versucht wird den Jugendlichen jegliche Zukunftschancen zu nehmen", ist Maderner empört.++++

Dass gerade in einer Zeit, in der breites Basiswissen schon zur Voraussetzung für eine erfolgreiche berufliche Zukunft geworden ist, erneut ein Vorschlag kommt, der die Qualität der Lehre mindert, ist für Maderner ein Anschlag auf die Jugendlichen. "Anscheinend hat sich die Frau Tourismus-Staatssekretärin zwar darüber den Kopf zerbrochen wie sie der Wirtschaftsseite Erleichterungen bieten kann, über die Zukunftschancen der Jugendlichen dürfte sie jedoch nicht nachgedacht haben", so Maderner.

"Die Ausbildung während der Lehre bestimmt für viele Jugendliche ihre Zukunft. Wie groß sind ihre Chancen am Arbeitsmarkt wohl mit dem mehr als eingeschränkten Beruf des Etagenkellners oder des Cafetiers", möchte Maderner wissen. Hinsichtlich der bevorstehenden Verhandlungen mit der Wirtschaftskammer stellt Maderner fest: "Es kann auch nicht im Interesse der Wirtschaft liegen, die Qualität der Facharbeit in unserem Land verschlechtern zu wollen. Denn die Facharbeiter sind der Motor der heimischen Wirtschaft." (aw)

ÖGB, 23. November 2000
Nr. 998

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Alice Wittig
Telefon: (01) 534 44/353 DW
Fax: (01) 533 52 93
E-Mail: presse@oegb.or.at
Homepage: www.oegb.at

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB