Hoffmann: US-Anwalt Fagan in Österreich nicht zur Vertretung berechtigt

Wien (OTS) - Den Medien ist zu entnehmen, daß der amerikanische Anwalt Ed Fagan beabsichtigt, für die Opfer der tragischen Seilbahnkatastrophe am Kitzsteinhorn Schadenersatzklagen einzubringen.

Dazu ist festzuhalten, daß Herr Fagan nicht berechtigt ist, den Beruf eines Rechtsanwaltes in Österreich auszuüben und Parteien zu vertreten. Daher kann Herr Fagan auch keine Klagen bei Gericht einbringen. "Die Vorgangsweise des Herrn Fagan ist höchst bedenklich und mit den strengen Standesregeln für Rechtsanwälte in Österreich nicht in Einklang zu bringen. Hier soll offenbar eine Mandatsakquisition unter Ausnützung einer (tragischen) Zwangssituation erfolgen (Par. 45 Abs 3 lit c RL-BA)", so Dr. Klaus Hoffmann, Präsident des Österreichischen Rechtsanwaltskammertages.

Da Herr Fagan, wie aus Veröffentlichungen in den Medien auch hervorgeht, seine Tätigkeit, zu welcher er nicht berechtigt ist, gewerbsmäßig anbietet, liegt Winkelschreiberei gem § 57 RAO vor.

Österreichische Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sind aufgrund ihrer Ausbildung, fachlichen Qualifikation und beruflichen Erfahrung bestens geeignet, berechtigte Schadenersatzansprüche der Hinterbliebenen einzufordern und notfalls bei Gericht durchzusetzen, womit die Folgen der Katastrophe zumindest in finanzieller Hinsicht gelindert werden können.

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