BRUCKMANN: PRÄSIDENT DES SPÖ-NAHEN PENSIONISTENVERBANDES BETREIBT "KINDESWEGLEGUNG"

Jeder zusätzliche Pensionsschilling muss von Beitragszahlern erst entrichtet werden =

Wien, 22. November 2000 (ÖVP-PK) Im Vorfeld des vor wenigen Monaten in Kraft getretenen Sozialrechtsänderungsgesetzes hatten eingehende Gespräche mit Vertretern der großen Pensionistenverbände stattgefunden. Den in diesem Gesetz vorgesehenen Regelungen (Nettoanpassung, aufgebessert durch eine Einmalzahlung zur vollen Abgeltung der Inflationsrate, Ermittlung der Inflationsrate als durchschnittliche Inflationsrate der 12 Monate August bis Juli) hatte der Österreichische Seniorenrat - auch mit der Stimme des Präsidenten des SPÖ-nahen Pensionistenverbandes Karl Blecha - zugestimmt. Das sagte heute, Mittwoch, der ÖVP-Seniorensprecher Univ. Prof. Dr. Gerhart Bruckmann anlässlich des Dringlichen Antrags der SPÖ im Nationalrat. ****

"Nun, da die erstmalige Anwendung des Gesetzes nur eine durchschnittliche Pensionserhöhung um 1,5 Prozent ergibt (Nettoanpassung 0,8 Prozent, Aufbesserung 0,7 Prozent), betreibt Präsident Blecha 'Kindesweglegung' und verlangt eine weit höhere Anpassung", so Bruckmann.

Der ÖVP-Abgeordnete stellte hiezu Folgendes fest:

o Die höheren Inflationsraten der Monate September, Oktober und November würden sich automatisch in der nächstjährigen Pensionsanpassung auswirken.
o In einem für morgen, Donnerstag, vereinbarten Gespräch mit Sozialminister Herbert Haupt wird der Seniorenrat eine Gesamtkorrektur anregen, derzufolge die 12 zur Berechnung heranzuziehenden Monate "näher an die Gegenwart herangerückt werden sollen".
o Die Bemühungen der Bundesregierung zur Gewährung eines ausreichenden Heizkostenzuschusses, zusätzlich zu den von den Bundesländern vorgesehenen Maßnahmen, seien zu begrüßen.

"Solange die Lebenserwartung ständig weiter steigt, das Pensionsanfallsalter aber gleich niedrig bleibt, mit anderen Worten:
einer konstanten Zahl von Beitragszahlern also eine ständig steigende Zahl von Pensionsempfängern gegenübersteht, wird eine namhafte Erhöhung der Pensionen auf größte Schwierigkeiten stoßen. Jeder Schilling, den ein Pensionist mehr erhalten soll, muss schließlich von einem Beitragszahler entrichtet werden. Es ist unseriös, sich einer Anhebung des Antrittsalters für Frühpensionen widersetzt zu haben, gleichzeitig aber höhere Pensionsanpassungen zu fordern", schloss Bruckmann.
(Schluss)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK/ÖVP-PK