Leitl forciert Nord-Süd-Schiene Österreich-Berlin - BILD (web)

Berlins Oberbürgermeister Diepgen und WKÖ-Präsident Leitl erörtern neue Kooperationen - Geschäfte zwischen Österreich und Berlin florieren

Wien (OTS) - Der Außenhandel zwischen Österreich und der Hauptstadt unseres wichtigsten Handelspartners Deutschland, Berlin, gedeihen ausgezeichnet. Die österreichischen Ausfuhren nach Berlin entwickelten sich seit 1995 kontinuierlich nach oben. "In den ersten sieben Monaten 2000 konnte sogar ein Zuwachs von 17 Prozent auf rund 860 Millionen Schilling verzeichnet werden", erklärt der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, im Zuge des Besuchs von Berlins Oberbürgermeister Eberhard Diepgen in der WKÖ. "Damit stiegen unsere Berlin-Exporte doppelt so stark wie jene nach Gesamtdeutschland, die in der gleichen Periode um 8,4 Prozent zulegten."

Zur Zeit sind österreichische Firmen wie Porr, Strabag, Alpine Bau, Universale, Schrack oder Berndorf mit insgesamt 65 Niederlassungen in der deutschen Bundeshauptstadt vertreten. Das Investitionsvolumen Österreichs in Berlin wird auf etwa 2,8 Milliarden Schilling geschätzt, wobei zahlreiche Prestigeprojekte wie die Reichstagskuppel mit österreichischer Beteiligung umgesetzt wurden und werden. Um diese wichtige Nord-Süd-Schiene weiter auszubauen, schlägt Leitl Kooperationen auf folgenden Gebieten vor:

- Die Zusammenarbeit am Technologiesektor muss forciert werden. So gibt es bereits Verhandlungen zwischen dem Berliner Technologiezentrum Adlershof und mehreren Technologiezentren in Österreich.

- Ein Austauschprogramm soll Lehrlingen in Österreich und Berlin die Chance einräumen, jeweils in Berlin und Österreich Erfahrungen zu sammeln. Als Startpunkt und 'best practice' wenden wir uns an deutsche und österreichische Unternehmen mit Niederlassungen sowohl in Österreich als auch Berlin, Lehrlinge, Lehrabsolventen und Lehrausbilder unter diesen beiden Standorten auszutauschen. Finanzielle Förderung kann dafür von österreichischer Seite aus dem Programm Begabtenförderung zur Verfügung gestellt werden.

- Ähnliches wollen wir auch bei den Praktikanten in der Tourismusbranche einführen, damit die jungen Leute während ihrer Ausbildung die Spezifika verschiedener Regionen kennen lernen.

- Konkretisiert werden soll auch eine Verstärkung des Städtetourismus zwischen Berlin und Österreich.

- Dafür und für eine Intensivierung des Warenverkehrs ist der rasche Ausbau der Bahnstrecke zwischen Berlin und Wien bzw. Linz eine wichtige Maßnahme.

Nach einem massiven Strukturwandel in den letzten Jahren befindet sich Berlin wie kaum eine andere europäische Stadt in vollem Aufbruch. "Fast alle Industriebranchen sind bereits vertreten und bekannte Unternehmen wie Philipp Morris, Ford, BMW, Mercedes Benz, Gillette, Bombardier haben große Summen in ihre Berliner Standorte investiert", berichtet der Wirtschaftskammerpräsident. "Österreich verfügt über langjährige Geschäftskontakte und Beziehungen im Großraum Berlin. Diese gilt es, den Entwicklungen folgend, auf alle Branchen auszuweiten, damit die österreichische Wirtschaft wie die Berlins noch stärker synergetisch von einander profitieren können."

Die WKÖ-Außenhandelsstelle in Berlin organisiert deshalb Österreich-Präsentationen in den verschiedenen Sektoren, wie heuer bereits für Lebensmittelproduzenten. Heute, Mittwoch, findet ein Handelsvertreter-Meeting in der Kongresshalle am Alexanderplatz statt, an dem rund 200 österreichische Firmen teilnehmen.

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