Ein Zeuge erhebt schwere Anschuldigungen gegen die Bahnbetreiber von Kaprun - Der deutsche Anwalt, der diesen Zeugen vertritt, im NEWS-Interview: "Materialtransporte haben die Kapruner Bahn

ruiniert." Vorausmeldung zu NEWS Nr. 47, 23.November 2000

Wien (OTS) - In einem Interview für die morgen erscheinende
Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS präsentiert der deutsche Anwalt Christof Wellens, er vertritt auch die deutschen Opfer des Concorde-Absturzes, einen Zeugen, der schwere Vorwürfe gegen die Bahnbetreiber von Kaprun erhebt.

Wellens gegenüber NEWS: "Der Mann, er ist Österreicher und ein intimer Kenner der Alpen-U-Bahn in Kaprun, hat sich vor kurzem mit mir vertraulich in Verbindung gesetzt, weil er der Meinung ist, dass die Bergbahnen höchst brisante Hintergründe der Tragödie vertuschen wollen. Die Aussage dieses Zeugen könnte, so Wellens, zu einer Erklärung der Ursache des tragischen Unglücks beitragen.

Wellens: "Mein Zeuge, der aus Angst vor Repressalien noch anonym bleiben will, gibt an, dass das Alpinzentrum in der Bergstation im Zeitraum von Mai bis November 2000 renoviert werden sollte. Der Tag des Unglücks war als Eröffnungstag vorgesehen. In der Woche vor dem Unglück, so der Zeuge, sei es aber immer klarer geworden, dass es sich nicht ausgeht. Aus diesem Grund sei die U-Bahn zum Transport von schwerem Gerät und Baumaterial verwendet worden. Dieser Mißbrauch der Bahn, behauptet der Informant, habe dazu geführt, dass sie in Mitleidenschaft gezogen wurde. Dies könnte zu Materialmüdigkeit und Schäden an Bremsen, Radlagern oder sogar an Gleisanlagen geführt haben."

Wellens, der einige der deutschen Überlebenden sowie Angehörige der Opfer vertritt, wird eine Anzeige wegen Fahrlässigkeit erstatten und diese Informationen verwenden.

Johann Präauer, Direktor der Gletscherbahnen Kaprun bestreitet die Vorwürfe. Präauer gegenüber NEWS: "Das große Baumaterial wurde mit der Umlaufseilbahn transportiert. Lediglich kleineres Mobiliar und Treibstoff wurden mit der Bahn befördert."

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