Salzburger Erzbischof Georg Eder fordert in NEWS eine "Pause der Ökumene" in Österreich. - Eder wirft evangelischer Kirche "unfreundliche Akte" und "Störungen" vor - Vor dem

Trauergottesdienst für die Kaprun-Opfer sei "persönlicher Druck von politischer Seite" auf ihn ausgeübt worden, erklärt der Erzbischof Vorausmeldung zu NEWS Nr. 47, 23. November 2000

Wien (OTS) - Der Salzburger Erzbischof Georg Eder tritt dafür ein, in Sachen Ökumene eine Pause einzulegen. Dies erklärt Eder in einem Interview in der morgen erscheinenden Ausgabe von NEWS. "Man sollte jetzt eine Pause machen. Das würde nicht schaden.", so Eder. Der Erzbischof übt gleichzeitig heftige Kritik an der evangelischen Kirche. "Wenn die evangelische Kirche Katholiken zum Abendmahl einlädt, obwohl wir das nicht wollen, dann ist das ein unfreundlicher Akt, dann ist das gegen die Ökumene. Ständig werden solche Zeichen gesetzt", erklärt der Salzburger Erzbischof. Bevor man in Österreich wieder mit der Ökumene beginnen könne, "muss die andere Seite diese Störungen einstellen".

Bei den Vorbereitungen zum Trauergottesdienst für die Opfer von Kaprun fühlte sich der Erzbischof unter Druck gesetzt, eine ökumenische Feier abzuhalten. "Auf mich persönlich ist Druck ausgeübt worden. Das war ja das Schlimme", so Eder. Der Druck sei "von politischer Seite" gekommen. "Von diesen Einmischungen in kirchliche Angelegenheiten, ganz gleich, ob sie von höchster Stelle kommen, lasse ich mich aber sicher nicht beeindrucken", erklärt Eder. Dass ihn selbst die ÖVP kritisiere, störe ihn, Eder, nicht: "Ich werde mich gegen jede Partei wenden, die in meine kirchlichen Rechte eingreift. Auch, wenn es die ÖVP ist".

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