Binder: Patriarchale Ideologie geht Koalition vor Kindeswohl

Wien (SK) "Konflikte, die zu einer Scheidung geführt haben, sollen auch mit der Scheidung beendet, und nicht auf dem Rücken der Kinder weitergeführt werden", erklärte SPÖ-Abgeordnete und Familiensprecherin der Österreichischen Kinderfreunde, Gabriele Binder zur heutigen Nationalratsdebatte über die gemeinsamen Obsorge. "In der bisherigen Diskussion ist vor allem von den Rechten der Eltern die Rede gewesen. Für die Kinderfreunde steht aber das Wohl des Kindes im Zentrum. Und deswegen lehnen wir den Regierungsvorschlag entschieden ab", so Binder am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

"Bei der FPÖVP hat aber scheinbar die patriarchale Ideologie Vorrang vor dem Kindeswohl", stellt Binder fest. Und die Regierung höre lieber auf die eigenen konservativen Ideologen, statt auf Experten, die zum Großteil von der gemeinsamen Obsorge abraten würden. "Schon die jetzige Gesetzeslage hindert keinen vom Kind getrennt lebenden Elternteil daran, sich um seine Kinder zu kümmern, wenn er das wirklich will", erklärt Binder weiters. "Sogenannte 'harmonisch Geschiedene' haben demzufolge keinen Bedarf nach einer neuen Regelung. Also wird die gemeinsame Obsorge nur in den Fällen eine Verwendung finden, wo sie nicht funktioniert und wo sie die größten Schäden verursachen kann - nämlich bei den weiterhin streitenden Eltern", so Binder abschließend. (Schluss) hm/mm

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