Budvar behauptet "Budweis" ist kein Stadtname

St. Louis (ots-PRNewswire) - Tschechische Brauerei
verwendet in Deutschland gegenteiliges Argument wie in anderen Ländern, wo sie die Rechte an der Ursprungsbezeichnung "Budweiser" beansprucht.

In kürzlich vor einem deutschen Gericht eingereichten Unterlagen kehrt die tschechische Brauerei Budejovicky Budvar ihren lange verteidigten Anspruch auf die Ursprungsbezeichnung Budweiser in das Gegenteil um und erklärt, dass ihre Stadt nicht unter dem Namen "Budweis" bekannt ist. In anderen europäischen Ländern beansprucht Budvar jedoch weiterhin sein Recht auf die Ursprungsbezeichnung.

In den vor einem Kölner Gericht eingereichten Unterlagen legt Budvar ein Sachverständigengutachten eines bekannten ehemaligen Richters des Obersten Gerichtshofs vor, in dem zugegeben wird, dass die Stadt, in der das Bier gebraut wird, nicht unter dem Namen "Budweis" bekannt ist und dies auch schon seit vielen Jahren nicht mehr war. Ceske Budejovice in der Tschechischen Republik wurde früher von der deutschsprachigen Minderheit auch "Budweis" genannt, als Böhmen bis 1918 Teil des Österreichisch-Ungarischen Reiches war. Diese Bezeichnungen seien jedoch seit dem Zweiten Weltkrieg "nicht mehr üblich, nicht einmal mehr genehmigte Ursprungsbezeichnungen", so der Sachverständige von Budvar.

"Das Gutachten eines anerkannten Sachverständigen scheint das grundlegende Argument von Budvar bezüglich ihres Anspruchs auf den Namen Budweiser zu untergraben", so Stephen J. Burrows, Chief Executive Officer von Anheuser-Busch International Inc. "Dies unterstreicht, dass Budvars Argumente in anderen Ländern bestenfalls unaufrichtig und im schlimmsten Fall irreführend sind."

In dem Kölner Fall versucht Budvar, die Fernsehwerbung von Anheuser-Busch für Budweiser zu stoppen, die in Deutschland ausgestrahlt wird.

Anheuser-Busch registrierte das Warenzeichen "Budweiser" erstmals 1878, lange bevor die Brauerei Budvar 1895 gegründet wurde.

Laut dem Sachverständigen von Budvar "betrachtet die Öffentlichkeit "Budweiser" als einen Fantasie-Markennamen", nicht als den Namen einer Stadt. Tatsächlich sei der Name "Budweiser" nur durch Bezug auf das Bier von Anheuser-Busch öffentlich bekannt, gab der Sachverständige von Budvar zu.

Budvar hat versucht, in einigen europäischen Ländern aufgrund des früheren Namens der Stadt Ansprüche auf den Markennamen Budweiser zu erheben. Diese Theorie der Ursprungsbezeichnung wurde nun von ihrem Sachverständigen in Deutschland widerlegt.

Anders als bei Wein ist es bei Bier nicht weithin akzeptiert, dass ein Namensschutz aufgrund der Ursprungsbezeichnung abgeleitet werden kann. Einige Gerichte in Europa erklärten, dass der Brauort nicht die Eigenschaften des Biers bestimmt und dass Biere von gleicher Qualität überall gebraut werden können. Budvar selbst importiert die meisten Inhaltsstoffe aus anderen Gebieten.

In einem weiteren Fall in Deutschland entschied das Amtsgericht Hamburg vor kurzem, dass Budvar nicht weiter behaupten kann, dass sein Bier seit 1265 gebraut werde und das "einzig wahre Original" sei, wie die Brauerei in Werbungen behauptete. Das Gericht erließ eine einstweilige Verfügung, die Budvar weder angefochten hat noch anfechten wird und die somit rechtskräftig ist. Damit ist es Budvar untersagt, die Werbung weiter zu benutzen, die in einigen europäischen Veröffentlichungen erschien.

"Budvars Werbung täuschte die Verbraucher ganz klar über ihr Bier", so Burrows. "Wir freuen uns, dass die Gerichte eingeschritten sind und die irreführende Werbung gestoppt haben."

Anheuser-Busch hat fast überall auf der Welt unbestrittene Rechte an der Marke Budweiser. In Europa verkauft Anheuser-Busch sein Budweiser-Bier in 14 Ländern unter dem Markennamen "Budweiser" und in 15 weiteren Ländern unter dem Markennamen "Bud".

ots Originaltext: Anheuser-Busch
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