Gelernt ist gelernt: Mit Hilfe des KfV haben Autofahrer & Winterdienst Frau Holle fest im Griff

Sicherheitsakademie des Kuratorium für Verkehrssicherheit bietet Fortbildungsseminare für Winterdienst-Mitarbeiter. Um Österreichs Straßen sicherer zu machen, müssen sich aber auch Verkehrsteilnehmer rechtzeitig auf geänderte Witterungsverhältnisse einstellen.

Wien (OTS) - Im Westen hat der Winter mit Eis und Schnee bereits Einzug gehalten - im restlichen Österreich wird die weiße Pracht nicht mehr lange auf sich warten lassen. Der Wintersportler Freud ist der Straßenverkehrsteilnehmer Leid: Allein im vergangenen Jahr ereigneten sich bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen mehr als 3.600 Pkw- und Lkw-Unfälle mit Personenschaden. Und auch für nicht-motorisierte Verkehrsteilnehmer birgt der Winter Gefahren. So verzeichnet die Unfallstatistik des Vorjahres 192 Fußgänger-Unfälle bei Schnee, Matsch und Winterglätte.

Von überraschenden Erkenntnissen:

"Viele Autofahrer werden vom Winter schlichtweg überrascht", weiß Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit. Nicht nur, daß sich so mancher Kfz-Fahrer von Frau Holle auf Sommerreifen erwischen läßt, ein großer Teil der Kfz-Piloten stellt sich zu spät auf die geänderten Fahrbahnbedingungen ein. Risikofaktor Nummer 1 ist nicht angepaßte Geschwindigkeit dicht gefolgt vom mangelnden Sicherheitsabstand.

Räum- und Streupflicht für Straßenerhalter:

Schnee, Eis & Co. stellen aber nicht nur die Verkehrsteilnehmer auf den Härteprobe: Laut Bundesstraßengesetz zählt es zu den Pflichten des Straßenerhalters, Bundesstraßen so zu planen, bauen und zu erhalten, daß sie von Straßenbenützern unter Bedachtnahme auf die durch die Witterungsverhältnisse bestimmten Umstände ohne Gefahr benützbar sind. Ähnliche Zielsetzungen enthalten auch die straßenrechtlichen Vorschriften der Länder. "Für den Erhalter gilt Räumungs- und Streupflicht", erklärt Mag. Armin Kaltenegger, Leiter der KfV-Rechtsabteilung. Wird diese Räum- und Streupflicht verletzt, so kann der Straßenerhalter für den dadurch aufkommenden Schaden haftbar gemacht werden.

KfV-Sicherheitsakademie: Sicherheit ist lernbar:

Für Winterdienstmitarbeiter, die mit ihrer Arbeit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit auf Österreichs Straßen leisten, bietet das KfV spezielle praxisorientierte Workshops an. Das Programm dieser halbtägigen Workshops reicht von der umfassenden Information über haftungsrechtliche und versicherungstechnische Aspekte bis hin zu Vor- und Nachteilen verschiedener Streumittel sowie Unterlagen über die Organisation und Durchführung des Winterdienstes an sich. Der nächste Workshop findet am 27. November in Wels statt. Weitere Informationen zum Seminar-Angebot der KfV-Sicherheitsakademie:
Claudia Körmer, Tel.: (01) 71 770-222

Liegenschaftseigentümer aufgepaßt:

Die Räum- und Streupflicht betrifft allerdings nicht nur Bund, Länder und Gemeinden, sondern auch so manche Liegenschaftseigentümer. Sie müssen laut Straßenverkehrsordnung im Ortsgebiet dafür sorgen, daß öffentliche Gehsteige, -weg und Stiegenaufgänge, die entlang der Liegenschaft in einer Entfernung von höchstens drei Metern liegen, von Schnee und Glatteis befreit werden - und zwar zwischen 6 und 22 Uhr. Wer nicht selbst schaufeln und streuen kann oder will, dem bieten gewerbliche Dienstleister und teilweise auch sozialökonomische Vereine Hilfe an.

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