AK-Präsident Wipplinger gegen die Zerschlagung der ÖBB

Linz (AKO) "Die oberösterreichische Arbeiterkammer ist strikt gegen eine Teilung der ÖBB in eine Absatz- und eine Infrastrukturgesellschaft. Das ist sowohl verkehrspolitisch als auch wirtschaftlich unsinnig und würde tausende Arbeitsplätze bei den ÖBB gefährden", lehnt AK-Präsident Hubert Wipplinger die jüngsten Pläne von Infrastrukturministerin Erika Forstinger ab.

Wipplinger verweist darauf, dass selbst ÖBB-Generaldirektor Helmut Draxler den drohenden Verlust an Synergien durch diese Maßnahme mit einer Milliarde Schilling veranschlagt hat, weil ein grenzübergreifender Personaleinsatz dann nicht mehr möglich wäre und vieles doppelt gemacht werden müsste, zum Beispiel EDV und Personalverrechnung.

Als Folge dieser unsinnigen Umstrukturierung befürchtet Wipplinger auch weitere Verschlechterungen für die Benützer öffentlicher Verkehrsmittel unter den Pendlern. Dabei mussten diese bereits in den letzten Jahren deutlich über der Inflationsrate liegende Fahrpreiserhöhungen und die Schließung von Nebenbahnen in Kauf nehmen. "Nur eine starke, schlagkräftige ÖBB kann vom Eigentümer Staat auch effizient als Mittel zur Erreichung verkehrspolitischer Ziele im Interesse der Pendler eingesetzt werden", argumentiert Wipplinger.

Statt der Zerschlagung der ÖBB, die Kosten in Milliardenhöhe verursacht, fordert der AK-Präsident vom Bund die Verwendung der Einnahmen aus dem Entgelt für die Benützung der regionalen Infrastruktur zur Verbesserung der Regionalbahnen.

Auch die Bundesländer sollten den gleichen Betrag dafür bereit stellen wie der Bund aus dem Infrastruktur-Benützungs-Entgelt, schlägt Wipplinger vor. So könnten alleine in Oberösterreich jährlich 70 Millionen Schilling für die Sanierung und Attraktivierung der Regionalbahnen zur Verfügung stehen.

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