Leitl sieht in der EU-Erweiterung eine historische Chance für Österreich

Wirtschaftswachstum und neue Arbeitsplätze wiegen alle Befürchtungen auf

Wien (PWK1006) - "Mit der EU-Erweiterung wird Österreich endlich aus einer Randlage mitten ins Herz der Europäischen Union katapultiert. Ich verstehe zwar die Ängste der Menschen vor Überschwemmungen durch Billigprodukte, vor der beinharten Unternehmenskonkurrenz oder dem übergroßen Arbeitskräfteangebot. Aber all diese Ängste sind unbegründet, wenn es uns bereits jetzt gelingt den eisernen Vorhang in den Köpfen nieder zu reißen", sagt Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) in Hinblick auf die heute beginnende Jahrestagung der Wirtschaftsuniversität Wien zum Thema "EU-Osterweiterung".

In der Wirtschaft sind die mittel- und osteuropäischen Länder (MOEL) bereits heute der zweitwichtigste Markt. Alleine in den vergangenen zehn Jahren konnten die Importe verdreifacht, die Exporte sogar mehr als vervierfacht werden. Dieses Ergebnis ist umso erfreulicher, da Österreichs Handelsbilanz in dieser Region deutlich positiv ist. "Insgesamt hat sich das Handelsbilanzaktivum mit den Beitrittskanditaten von 4,6 Milliarden im Jahr 1990 auf 25,9 Milliarden in vergangenen Jahr nahezu versechstfacht", betont Leitl.

27.500 neue Arbeitsplätze

Studien sagen Österreich durch die Erweiterung ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von bis zu 3,7 Prozent voraus. Laut einer WIFO-Studie werden dadurch in den kommenden Jahren 27.500 neue Arbeitsplätze geschaffen. "Österreich werde demnach in den Genuss einer "Win-Win-Situation" kommen", zeigt sich Leitl zufrieden.

Angesprochen auf das übergroße Arbeitskräfteangebot betont Leitl:
"Der aktuelle Anteil der MOEL-Zuwanderer von 1,1 Prozent an den aktiven österreichischen Beschäftigten bildete sich über einen Zeitraum von ungefähr zehn Jahren. Auch künftig wird mit einer leichten Steigerung von Zuwanderern zu rechnen sein. Berücksichtigt man aber, dass Österreich in den kommenden Jahren von der Überalterung schwer getroffen wird und qualifizierte Facharbeiter schon jetzt in Gewerbe und Handwerk händeringend gesucht werden, dann ist diese Zuwanderungsmenge zur Aufrechterhaltung unseres Wohlstands-und Sozialniveaus sogar notwendig."

Der Nettobeitrag Österreichs wird zwar von 0,5 Prozent des BIP auf 0,7 Prozent steigen. Dem steht aber mittelfristig im Durchschnitt ein zusätzlichen BIP-Wachstum von 1,3 Prozent gegenüber. "Somit steht künftig einem Einsatz von fünf Milliarden Schilling ein Wachstum von 32 Milliarden Schilling gegenüber", sagt Leitl. (WG)

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