Gusenbauer: Gender-Mainstreaming nicht zum Modebegriff werden lassen, wenn Gleichstellungspolitik zurückgedrängt wird

Gender-Mainstreaming muss politisiert werden

Wien (SK) "Was für Chancen, was für Gefahren bietet Gender-Mainstreaming? Wenn der Begriff durch den Vertrag von Amsterdam zur Norm für Österreich wird, aber das Frauenministerium abgeschafft wird, wenn in gesellschaftlichen Bereichen Fortschritte in der Frauenpolitik wieder zurückgedreht wird, dann kann der Begriff Gender-Mainstreaming zum Modebegriff werden, aber klassische Gleichstellungspolitik zurückdrängen", erklärte SPÖ-Bundesvorsitzender Alfred Gusenbauer Dienstag bei der Renner-Institutsveranstaltung "Gender Mainstreaming -Gleichstellungspolitik". Gender-Mainstreaming sei eine Methode, "die Maßnahmen sind nicht bestimmt, es ist nicht bestimmt, in welcher gesellschaftlichen Einbettung diese Methode angewandt werden soll". Gusenbauer plädierte dafür, "Gender-Mainstreaming zu politisieren". ****

Gender-Mainstreaming könne als Prinzip von Sozialdemokraten wie Konservativen akzeptiert werden. Es gehe darum, "sozialdemokratisches Gender-Mainstreaming" zu konzipieren, forderte der SPÖ-Bundesvorsitzende. "Netzwerk Innovation" der SPÖ werde zum "Pilotprojekt" für sozialdemokratisches Gender-Mainstreaming. In jedem Arbeitskreis existiere je eine Gender-Mainstreaming-Beauftragte und ein Gender-Mainstreaming-Beauftragter.

"Wir müssen eine Kombination aus Top-Down-Gender-Mainstreaming und einer Beibehaltung klassischer Gleichstellungspolitik finden. Hier wird es also auch Maßnahmen positiver Diskriminierung geben. Gender-Mainstreaming darf nicht der verbale 'everybody's darling' werden, der Gleichstellungspolitik ersetzt", schloss Gusenbauer. (Schluss) me

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