VA TECH: Ergebnisse zum 30. September 2000

- Deutliches Wachstum in Auftragseingang und Umsatz - Ergebniswachstum in Hydraulischer Energieerzeugung, Energieübertragung und -verteilung, Wassertechnik und Industrial Services - Ergebnisrückgang in Metallurgietechnik wegen budgetierter Integrations-aufwendungen für Kvaerner Metals Equipment und niedriger Margen in Aufträgen aus den beiden Vorjahren - Joint Venture mit Schneider Electric: VA TECH wird Top 3 in Hochspannungs- Energieübertragung und -verteilung - aii informatics: Voraussichtlicher Verkauf statt Börsegang - Ausblick 2000: Wachstum bei Auftragseingang, Umsatz und operativem Ergebnis. Starke Verbesserung im Jahresüberschuss. Höhere Dividende als im Vorjahr geplant

Wien (OTS) - Die börsenotierte VA Technologie AG (VA TECH) verzeichnete in den ersten neun Monaten des Jahres 2000 eine insgesamt positive Geschäftsentwicklung. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnten deutliche Steigerungen im Auftragseingang und Umsatz erzielt werden. Die Unternehmensbereiche Hydraulische Energieerzeugung, Energieübertragung und -verteilung, Wassertechnik und Industrial Services konnten ihr operatives Ergebnis (EBIT) im Periodenvergleich steigern. In diesen Geschäften konnte die Firmenwert-Abschreibung aus Akquisitionen in den ersten neun Monaten 2000 bereits verdient werden. In der Metallurgietechnik kam es - wie bereits im ersten Halbjahr veröffentlicht - zu einem Rückgang im operativen Ergebnis wegen der budgetierten Integrationsaufwendungen für die erworbene Kvaerner Metals Equipment sowie auf Grund niedriger Margen in Aufträgen aus den beiden Vorjahren. Dies resultierte in einem für VA TECH um 24% niedrigeren operativen Ergebnis als in der Vorjahresperiode.

Für das Jahr 2000 sind Wachstum im Auftragseingang, Umsatz und im operativen Ergebnis bereits absehbar. Das operative Ergebniswachstum resultiert aus einer guten Geschäftsentwicklung in allen Unternehmensbereichen außer der Metallurgietechnik.

Das Jahresergebnis wird sich operativ, sowie auch durch die Erlöse aus der Veräußerung von 9 % VA STAHL-Aktien im Vergleich zu 1999 stark verbessern.

Die Dividende wird im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich erhöht.

Die Zahlen beinhalten die Akquisitionen Kvaerner Metals Equipment, WABAG (Wassertechnik) sowie den von der Sulzer AG erworbenen Hydro-Bereich (Escher Wyss). Diese waren in den ersten neun Monaten 1999 noch nicht konsolidiert.

Auftragseingang um 22% gestiegen

Der Auftragseingang der VA TECH konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um 22% auf 2.763 Mio EUR gesteigert werden. Die meisten Aufträge kamen aus dem Unternehmensbereich Industrial Services (39%), der Metallurgietechnik (30%) sowie Energieübertragung und -verteilung (16%). Die wichtigsten Regionen waren Westeuropa mit 63% und Nord- und Südamerika mit 18% des gesamten Auftragseinganges.

Der Auftragsstand zum 30. September 2000 stieg auf 3.863 Mio EUR nach 3.515 Mio EUR zum Jahresende 1999.

Deutliches Umsatzwachstum

Der Umsatz konnte im Periodenvergleich um 25 % auf 2.766 Mio EUR gesteigert werden. Darin enthalten sind Zinsen aus dem Saldo der erhaltenen und geleisteten An- und Teilzahlungen in Höhe von 92 Mio EUR, verzinst mit 4 % (nach 104 Mio EUR in der Vorjahresperiode, Zinssatz 5%). Die größten Umsatzträger waren die Unternehmensbereiche Industrial Services (33%) sowie Metallurgietechnik (27% des Gesamtumsatzes). Die umsatzstärksten Regionen waren Westeuropa mit 57 % des Konzernumsatzes sowie Nord- und Südamerika mit 19%.

Ergebnis: EBIT minus 24%, EBITA minus 11 %.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 78 Mio EUR um 24% unter der Vorjahresperiode. Alle Unternehmensbereiche außer der Metallurgietechnik zeigten Wachstum im Periodenvergleich. Das operative Ergebnis der Metallurgietechnik ist geprägt von den budgetierten Integrationsaufwendungen für die akquirierte Kvaerner Metals Equipment sowie von Aufträgen mit niedrigen Margen aus den beiden Vorjahren.

Die Ergebnisbeiträge der Unternehmensbereiche waren:
Metallurgietechnik 3%, Hydraulische Energieerzeugung 25%, Energieübertragung und -verteilung 32%, Wassertechnik 5%, Industrial Services 36%, VA TECH Sonstige und Konsolidierung mit minus 1%. Der letztgenannte Bereich beinhaltet Aufwendungen für die Konzernführung und die VA TECH Servicegesellschaften, Bewegungen in konzernalen Vorsorgen sowie Ergebniskonsolidierungen zwischen den Unternehmensbereichen.

Die auf Grund der getätigten Akquisitionen entstandene Firmenwertabschreibung betrug in den ersten neun Monaten des Jahres 19 Mio EUR (nach 7 Mio EUR im Vorjahr). Das operative Ergebnis vor Firmenwert-Abschreibung (EBITA) lag um 11% niedriger als in der Vorjahresperiode.

Im Juni und Juli 2000 wurden zusammen 9 % VA STAHL Aktien an einen institutionellen Finanzinvestor sowie an die VA STAHL verkauft. Der Erlös aus dieser Transaktion betrug

93 Mio EUR, der Nettoertrag nach Steuern belief sich auf 46 Mio EUR.

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Periodenvergleich von minus 90 Mio EUR auf minus 32 Mio EUR. Die Verbesserung resultiert vornehmlich aus der Abgabe von VA STAHL Aktien (55 Mio EUR vor Steuern).

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug 46 Mio EUR nach 12 Mio EUR in den ersten neun Monaten des Vorjahres. Das Jahresergebnis lag bei 37 Mio EUR nach minus 114 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Der Mitarbeiterstand stieg im Periodenvergleich um 9% auf 22.149 bedingt durch die Integration der Akquisitionen Kvaerner Metals Equipment (1.326 Mitarbeiter), Escher Wyss (1.545 Mitarbeiter) und WABAG (415 Mitarbeiter).

Der für Oktober 2000 geplante Börsegang der ai informatics AG, eines internationalen Anbieters von Informationstechnologien wurde wegen des von Unsicherheit geprägten Börseumfeldes abgesagt und die Entscheidung für einen Trade Sale an einen finanziellen oder strategischen Investor getroffen.

Ausblick

Für das Jahr 2000 sind Wachstum im Auftragseingang, Umsatz und im operativen Ergebnis bereits absehbar. Das operative Ergebniswachstum resultiert aus einer guten Geschäftsentwicklung in allen Unternehmensbereichen außer der Metallurgietechnik.

Das Jahresergebnis wird sich operativ, sowie auch durch die Erlöse aus der Veräußerung von 9% VA STAHL Aktien im Vergleich zu 1999 stark verbessern.

Die Dividende wird im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich erhöht.

Entwicklung der Unternehmensbereiche

Metallurgietechnik:

Wachstum in Auftragseingang und Umsatz, niedrigeres operatives Ergebnis

Bei hartem Wettbewerbsumfeld konnte der Auftragseingang der Metallurgietechnik organisch und durch die Einbeziehung der erworbenen Kvaerner Metals Equipment mit 818 Mio EUR im Vergleich zur Vorjahresperiode (374 Mio EUR) mehr als verdoppelt werden. Die wichtigsten Regionen im Auftragseingang Westeuropa, Nord- und Südamerika und Naher/Mittlerer Osten entwickelten sich positiv. Der klare Schwerpunkt der hereingenommenen Aufträge liegt in der Stranggieß- und Walzwerkstechnik und Stahlweiterverarbeitung mit 42% des Auftragseinganges. Außer bei Hochofen-Modernisierungen ist das Vergabeverhalten im Bereich Reduktionstechnik (3% des Auftragseinganges des Unternehmensbereiches) äußerst restriktiv.

Der Umsatz der Metallurgietechnik stieg deutlich um 26% auf 741 Mio EUR. Das EBIT für die ersten neun Monate des laufenden Jahres lag bei 3 Mio EUR (nach 50 Mio EUR in den ersten neun Monaten 1999). Nach einem guten zweiten Quartal 2000 mit einem EBIT von 11 Mio EUR lag das operative Ergebnis im dritten Quartal mit 4 Mio EUR niedriger. Das niedrigere operative Ergebnis im Vergleich zur Periode des Vorjahres ist - wie bereits im ersten Halbjahr veröffentlicht -begründet durch die budgetierten Aufwendungen für die Integration von Kvaerner Metals Equipment sowie durch Aufträge aus 1998 und 1999 mit niedrigen Margen.

Das operative Ergebnis vor Firmenwert-Amortisation (EBITA) für die ersten neun Monate 2000 lag bei 9 Mio EUR (nach 50 Mio EUR im Vorjahr).

Der größte Auftrag in der Berichtsperiode war die Errichtung eines Kaltwalzwerkes auf Turn-key Basis für die belgische DUFERCO LA LOUVIERE. Dieser Auftrag, der von VOEST-ALPINE Industrieanlagenbau (VAI) und der französischen Tochter VAI CLECIM gemeinsam gewonnen wurde, unterstreicht die Rolle der VAI als Europas größtem Anbieter von integrierten Beiz- und Kaltwalzanlagen.

Die Integration der Großakquisition Kvaerner Metals Equipment läuft gemäß Plan.

Im Sinne der Anpassung an veränderte Marktstrukturen und die äußerst kompetitive Preissituation werden die Eigenkosten im Jahresvergleich 1999 und 2000 um 15% reduziert.

Hydraulische Energieerzeugung: Umsatz- und Ergebniswachstum

Der Auftragseingang des Unternehmensbereiches Hydraulische Energieerzeugung für die ersten neun Monate lag auf Grund der Hereinnahme von Großprojekten in der Vorjahresperiode mit 320 Mio EUR um 35% niedriger als im Vorjahreszeitraum (Q 1-3/1999: 495 Mio EUR). Der Schwerpunkt der neuen Aufträge lag bei kleineren Projekten im Rehabilitations- und Servicebereich. Die Auftragslage für Turbogeneratoren - in Zusammenarbeit mit General Electric - ist weiterhin gut, speziell im Wachstumsmarkt Nordamerika. Auf Grund der Akquisition des Hydro-Bereiches der Sulzer AG (Escher Wyss) stieg der Umsatz der Hydraulischen Energieerzeugung um 89% auf 528 Mio EUR.

Das operative Ergebnis (EBIT) konnte um 12% im Periodenvergleich auf 19 Mio EUR gesteigert werden. Das EBITA verbesserte sich um 35% auf 23 Mio EUR.

Die Integration der Escher Wyss konnte erfolgreich durchgeführt werden. Die vereinbarte Zusammenarbeit mit BC HYDRO, dem drittgrößten Energieversorger Kanadas für Hydro-Serviceleistungen wird neue, attraktive Geschäftspotenziale auf dem nordamerikanischen Wasserkraftmarkt eröffnen.

Energieübertragung und -verteilung: Top 3 Position weltweit

Der Auftragseingang des Unternehmensbereiches Energieübertragung und -verteilung lag wegen der Hereinnahme eines Großauftrages im Vorjahr sowie der Devestition des Geschäftes der Hochspannungsisolatoren im heurigen Jahr mit 453 Mio EUR um 12% niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (Q1-3/1999: 515 Mio EUR). Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um 5% auf 535 Mio EUR gesteigert werden.

Das EBIT stieg um 4% auf 25 Mio EUR, das operative Ergebnis vor Firmenwert-Amortisation (EBITA) um 7% auf 31 Mio EUR. Aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen sank der Mitarbeiterstand im Periodenvergleich um 7%.

Im Oktober dieses Jahres wurde wie berichtet eine Vereinbarung zwischen VA TECH und der französischen Schneider Electric S.A. über eine weltweite Allianz beschlossen. Geplant ist die Gründung eines Joint Ventures im Hochspannungsgeschäft, an dem VA TECH 60% halten wird. VA TECH wird das Transmissionsgeschäft in das Joint Venture einbringen und Schneider Electric das gesamte Hochspannungsgeschäft ihrer Tochterfirma Schneider Electric High Voltage (SEHV).

Weiters wird Schneider Electric ihre Leistungstransformatorenwerke an VA TECH T&D übertragen, die in das bestehende Transformatorengeschäft der VA TECH integriert werden. Das neue Unternehmen VA TECH Schneider HV wird weltweit die Nummer 3 auf dem Hochspannungssektor sein.

Diese Allianz wird durch eine umfassende, weltweite Kooperationsvereinbarung gestärkt, die das gesamte T&D Geschäft abdeckt; sie wird im Mittelspannungs-Sektor, einem Kernbereich von Schneider Electric, neue Kooperationsmöglichkeiten zwischen den beiden Firmengruppen eröffnen.

Wassertechnik: Deutliches Wachstum in allen Kennzahlen

Der erfolgreiche Turnaround des Unternehmensbereiches Wassertechnik zeigt sich in einem signifikanten Wachstum in allen Kennzahlen. Der Auftragseingang in den ersten neun Monaten 2000 konnte im Vergleich zum Vorjahr um 215% auf 208 Mio EUR gesteigert werden. Wichtige Aufträge für Abwasserbehandlungsanlagen und Kläranlagen kamen aus Deutschland, Österreich, der Türkei und den Niederlanden. Der Umsatz der Wassertechnik erhöhte sich um 85% auf 187 Mio EUR.

Das operative Ergebnis (EBIT) stieg von 3 Mio EUR in den ersten neun Monaten 1999 auf

4 Mio EUR. Das EBITA verdoppelte sich auf 6 Mio EUR.

Industrial Services: Anhaltend positive Entwicklung

Die Kennzahlen des Unternehmensbereiches zeigen weiterhin eine insgesamt sehr positive Entwicklung. Der Auftragseingang stieg um 12% auf 1.076 Mio EUR, das operative Ergebnis (EBIT) um 8% auf 28 Mio EUR. Der Umsatz zeigte mit 914 Mio EUR ebenfalls 8%iges Wachstum. Konsequent fortgesetzte Restrukturierungsmaßnahmen führten trotz des Zugangs durch Akquisitionen, insbesondere Aritex/Spanien zu einem um 654 Mitarbeiter niedrigeren Personalstand im Vergleich zur Vorjahresperiode.

Die Geschäftsentwicklung in den Bereichen des Anlagenbaus wie auch der industriellen Dienstleistungen war gut, wobei insbesondere die Bereiche Mechanische Anlagentechnik, Instandhaltung und Personalservice sowie Elektrotechnischer Anlagenbau (insbesondere im Segment Gebäudeerrichter) über den Erwartungen lagen.

Die wichtigsten Auftragseingänge waren ein Klima-Wind-Kanal-Testzentrum in Wien, ein Trainingscenter in Indonesien, Montage und Ausrüstung für das Kraftwerk Iskenderun/Türkei und für die Raffinerie Mozyr/Weißrussland, Karosseriebauanlagen für Opel, VW und Daimler Chrysler sowie ein weiterer Abruf aus dem Rahmenvertrag für die Antriebstechnik der Wiener Niederflur-Straßenbahn ULF (Ultra Low Floor).

Die börsenotierte VA Technologie AG (VA TECH) ist ein fokussiertes Technologie- und Serviceunternehmen, das Wert für Kunden über den gesamten Anlagen-Lebenszyklus schafft. Der Konzern verfügt über führende internationale Positionen in den Bereichen Metallurgietechnik, Hydraulische Energieerzeugung, Energieübertragung und -verteilung, Wassertechnik sowie Industrial Services.1999 erzielte die VA TECH mit 20.600 Mitarbeitern einen Umsatz nach IAS von 3,4 Mrd. EUR.

Die Presseaussendungen der VA TECH sind auch im Internet unter http://www.vatech.co.at abrufbar.

VA Technologie AG

Kennzahlen1)

Mio EU Q1-3/ Q1-3/ Veränderung Q3/2000 Q3/1999 1999 2000 1999 Q1-3/99 -
Q1-3/00
Auftragseingang 2.763 2.273 +22% 939 608 3.570 Auftragsstand
(Stichtag) 3.863 3.319 +16% 3.863 3.319 3.515 Umsatz 2.766 2.219 +25% 903 792 3.447 EBITA2) 97 109 -11% 32 55 140 EBIT3) 78 102 -24% 26 51 130 Finanzergebnis -32 -90 -7 -27 -98 EBT4) 46 12 19 24 32 Ergebnis aus
abgegebenen
Geschäften 0 -118 0 -46 -122 Jahresüberschuss/
-fehlbetrag 37 -114 19 -22 -95 Mitarbeiter5) 22.149 20.378 +9% 22.149 20.378 20.609

1) Zahlen nach International Accounting Standards (IAS)
2) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwert-Amortisation
3) Ergebnis vor Zinsen und Steuern
4) Ergebnis vor Steuern
5) Halbjahr: Stichtag; Gesamtjahr: Jahresdurchschnitt

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