Sichere Bildung durch sichere Arbeitsplätze

St. Pölten (OTS) - In der derzeitigen Lehrerdiskussion um Sparmaßnahmen gibt es eine Fülle von Unklarheiten und Mißverständnissen, die zu einer großen Verunsicherung im Landeslehrerbereich führen.

Generell stellt der Vorsitzender der Bundessektion Pflichtschullehrer Hermann Helm fest, dass der Ausgangspunkt für sichere Bildung nicht die Frage nach Einsparung sein kann, sondern es ist die Frage zu stellen: "Was ist zu tun, um die beste Bildung für die Jugend sicherzustellen?"

Die Befindlichkeit der unterschiedlichen Lehrergruppierungen differenzieren ebenso wie die unterschiedlichen Dienst- und Besoldungsrechte.

Im Bereich der Landeslehrer (Volks-, Haupt-, Sonderschullehrer und Lehrer der Polytechnischen Schule) wird die beabsichtigte Änderung der Klassenvorstandsstunde und der Kustodiate ebenso als nicht zukunftsweisend betrachtet, wie die Regelung der Abgeltung bei Supplierstunden.

Die Vorschläge wurden daher auch zurückgewiesen und nicht akzeptiert.

Die Vertretung der Landeslehrer vertritt die Auffassung, dass alle Verantwortlichen die Verpflichtung haben, einen pädagogisch-ökonomischen Dienstbetrieb sicherzustellen.

Dieser Verpflichtung entzieht sich auch nicht die Standesvertretung der Landeslehrer und unterbreitet aus diesem Grunde der Bundesministerin ein Diskussionspapier für ein neues Dienstrecht (Jahresnormmodell), welches eine Vergleichbarkeit mit anderen Arbeitnehmern sicherstellt, ebenso die Realisierung eines flexiblen, standortbezogenen und leistungsorientierten Stundenbewirtschaftungsmodells.

Dieses Modell soll mit 01.09.2001 in Kraft treten und zum Zwecke der Evaluierung für vier Schuljahre befristet werden.

"Mein Ziel ist es, dass kein/e JunglehrerIn freigesetzt wird -Arbeitsplatzsicherung hat für mich Priorität!", führt Hermann Helm weiter aus, der davon überzeugt ist, dass dies das Jahresnormmodell leisten wird.

Da es im heurigen Schuljahr keine Änderungen mehr geben wird, wird die Landeslehrergewerkschaft die Zeit nutzen um bis zur Beschlussfassung des 2. Budgetbegleitgesetzes im März 2001 eine breite Zustimmung für ihren Vorschlag zu erhalten.

Im Sinne des Grundsatzes des ehemaligen ÖGB-Präsidenten Anton Benya, während Verhandlungen laufen, keine gewerkschaftlichen Maßnahmen zu setzen, führt die Pflichtschullehrervertretung weiterhin konstruktive Gespräche mit der Bundesministerin.

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