Petrovic: Umfassende Massnahmen gegen BSE-Infektionsrisiko gefordert

Flächendeckende BSE-Tests und Verbot der Tiermehlverfütterung in der gesamten EU notwendig

Wien (OTS) Im Gegensatz zu Minister Haupt sieht die stv. Klubobfrau der Grünen, Madeleine Petrovic, keinen Grund dafür, mit den Brüsseler BSE-Beschlüssen zufrieden zu sein. Es ist völlig unerklärlich, warum Haupt ein "tränendes Auge" hat, "weil die Seuchenfreiheit Österreichs nicht anerkannt sei". Aufgrund alarmierender Forschungsergebnisse müßte er als zuständiger Minister für den Schutz von KonsumentInnen und Veterinärwesen offen zugeben, dass das Risiko auch in Österreich keineswegs gebannt sei. Haupt soll sich lieber überlegen, welche Maßnahmen zu setzen sind, so Petrovic. "Wenn Österreich als BSE-frei gelten will, muss es dafür auch den Nachweis erbringen".

"Nur ein konsequentes Testen jedes geschlachteten und gefallenen Tieres in allen Mitgliedstaaten der EU gibt Aufschluss über das Infektionsrisiko durch BSE-verseuchtes Fleisch und bietet den KonsumentInnen Schutz. Wegen der Unklarheit über die Verbreitungswege der Krankheit darf Tiermehl zumindest solange nicht verfüttert werden, solange nicht sichergestellt ist, dass gefallene und kranke Tiere nicht mehr in die Nahrungskette gelangen", so Petrovic. Der BSE-Untersuchungsausschusses der EU hat dies schon vor drei Jahren gefordert, doch wurde dieser Vorschlag in fast keinem der Mitgliedstaaten, auch nicht in Österreich, in die Praxis umgesetzt. Im Gegenteil, in einer Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der Grünen im Sommer dieses Jahres mußte seine Vorgängerin Sickl zugeben, dass nach wie vor verendete Tiere zur Verarbeitung von Tiermehl verwendet werden, warnt Petrovic.

Die Registrierung von immer mehr BSE-Fällen in Frankreich sei auf die in den letzten Monaten verstärkt durchgeführten Tests zurückzuführen, so Petrovic. "Der Test bringt zwar noch nicht letzte Sicherheit, aber er wird die Verbreitung der Krankheit in allen Mitgliedstaaten aufzeigen. Petrovic fordert die Bundesregierung auf, jetzt mit höchster Dringlichkeit flächendeckende BSE-Tests einzuführen und ein Verbot der Tiermehlverfütterung zu erlassen, zumindest solange die Trennung der Verarbeitung von gesunden und kranken Tieren nicht nachweislich umgesetzt ist", so Petrovic.

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