Kärnten: Große Preisunterschiede beim Führerschein

AK fordert Wahlmöglichkeit bei der Fahrschule

Klagenfurt (OTS) - Mehr als 5.000 Schilling beträgt der Preisunterschied für den Erwerb des Führerscheines in Kärnten. Das ergab eine von der Arbeiterkammer durchgeführte Erhebung bei 21 Fahrschulen. Am billigsten ist der Führerschein in Völkermarkt mit 13.500 Schilling. In Villach müssen Fahrlehrlinge tief in die Tasche greifen und 18.680 Schilling für den begehrten Schein auf den Tisch legen. Das ist mehr als das durchschnittliche Nettogehalt eines Kärntner Arbeitnehmers von rund 16.300 Schilling.

Die Arbeiterkammer Wien hat von Mitte August bis Mitte September Preiserhebungen in 86 Fahrschulen in den Bundes-ländern Kärnten, Salzburg und Wien durchgeführt. Ermittelt wurden die Preise für das Führerscheinpaket B. Darin enthalten sind die Kosten für Anmeldung, Versicherung, 40 Theoriestunden, Prüfungsvorbereitung und Vorprüfung sowie 20 Fahrausbildungsstunden. Hinzugerechnet müssen noch die Kosten für die Lernunterlagen und den Erste-Hilfe-Kurs werden.

Im Bezirk Villach ist die Führerscheinausbildung derzeit am kostspieligsten. Bei insgesamt fünf Fahrschulen hat die AK Preise zwischen 16.680 und 18.680 Schilling erhoben. Im Vergleich zu 1998 sind die Preise um 600 Schilling oder fast vier Prozent angestiegen.

Am günstigsten erwirbt man die Lenkerberechtigung derzeit im Bezirk Völkermarkt, wo die AK bei zwei Fahrschulen einen Preis von 13.500 Schilling eruiert hat. Die Fahrschulen in Klagenfurt liegen laut Preistabelle der AK im guten Mittelfeld. In der Landeshauptstadt wurden in sechs Fahrschulen Preise zwischen 14.000 und 15.500 Schilling ermittelt.

Im Bezirk Feldkirchen kostet der Führerschein zwischen 14.900 und 14.970 Schilling. Im Bezirk Wolfsberg, wo wie in Feldkirchen die Preise bei zwei Fahrschulen erhoben wurden, zahlt man im günstigsten Fall 16.900 und im teuersten Fall 16.940 Schilling. In Spittal liegen die Preise zwischen 14.000 und 15.800 Schilling. Im Bezirk St. Veit wurde in einer Fahrschule ein Preis von 16.740 Schilling erhoben.

Auch bei den Lernunterlagen, die noch extra gekauft werden müssen, hat die AK enorme Preisunterschiede bis zu 800 Schilling festgestellt. Im billigsten Fall sind die Unterlagen um 90, im teuersten um 890 Schilling erhältlich.

Die Arbeiterkammer verlangt daher eine Reihe von gesetzlichen Änderungen zur Belebung der Konkurrenz, damit der Führerschein billiger wird. Wichtigster Punkt: die freie Auswahl der Fahrschule. Die Führerscheinkandidaten sollen die Fahrschule österreichweit frei auswählen können, um Preisvorteile nützen zu können. Derzeit ist der Fahrschüler an die örtliche Fahrschule gebunden, da er die Prüfung nur bei der Wohnsitzbehörde ablegen darf. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn der Fahrschüler außerhalb des Wohnbezirks eine Ausbildung absolviert oder arbeitet.

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