ARBÖ: Kinder im Auto bitte anschnallen

Wien (ARBÖ) - Die Verwendung von Kindersicherheitseinrichtungen
ist allgemein seit 1994 von 64 Prozent auf immerhin 70 Prozent gestiegen. Am Beifahrersitz werden 83 Prozent der Kinder
angegurtet und laut Kuratorium für Verkehrssicherheit sind aber nach wie vor 34,6 Prozent der Kinder auf den Rücksitzen der Pkw ungesichert unterwegs. Täglich werden rund 30 Prozent der Volksschulkinder, mit der kommenden kalten Jahreszeit steigt
dieser Prozentsatz nochmals, ungesichert mit dem Auto zur Schule gebracht, warnt der ARBÖ.

Abgesehen von der Verantwortungslosigkeit, Kinder ungesichert
in einem Fahrzeug zu transportieren, wird dadurch auch die elterliche Aufsichtspflicht verletzt, wie die ARBÖ-Verkehrsjuristen berichten. Der Fahrzeuglenker hat dafür zu
sorgen, dass Kinder unter 12 Jahre, welche kleiner als 150 cm
sind, in entsprechenden Rückhalteeinrichtungen transportiert
werden müssen. Kinder, die über 150 cm groß sind, können - sowie Erwachsene mit angelegtem Sicherheitsgurt während der Fahrt - am vorderen (aber auch hinteren) Beifahrersitz mitfahren.

"Jeder, der Kinder im Auto befördert, sollte unbedingt darauf achten, dass diese immer gesichert mitfahren. Für jedes Kind muss ein eigener Sitzplatz und eine der Größe sowie dem Gewicht des Kindes entsprechende Rückhalteeinrichtung vorhanden sein. Um die Kindersicherheit im Auto zu erhöhen, sind bewusstseinsbildende Maßnahmen unbedingt erforderlich," meint ARBÖ-Verkehrsexperte Mag. Kurt Sabatnig.

Der richtige Kindersitz - auf Größe und Gewicht kommt es an

Genauso wie die Erwachsenen bei längeren Fahrten auf eine bequeme Sitzposition Wert legen, möchten auch die Kinder nicht durch einen zu engen Gurt gefesselt sein oder in Schlafstellung liegen, wenn sie aber gerade nicht schlafen wollen. Ein
hilfreicher Partner in Sachen Kindersitz ist für die Eltern und Großeltern der ARBÖ. Der ARBÖ bietet nur geprüfte und durch Crashtest-Versuche getestete Qualitätsprodukte, die mit dem ECE-Prüfzeichen gekennzeichnete Kindersitze an. Um auf Nummer sicher
zu gehen, werden Eltern durch geschulte ARBÖ-Mitarbeiter
fachkundig beraten und unterstützt, denn nicht jeder Kindersitz passt in jedes Auto. Mag. Sabatnig: "Beim Kauf des Kindersitzes sollte man auf jeden Fall das Kind und auch das Auto mitbringen.
Ob Babyschale, Kindersitz, Sitzpolster mit oder ohne Schlafstütze und Gurtanpassung, es kommt auf die Kindergröße und das Gewicht des Kindes beim richtigen Sitz an."

Nach Unfall Gurt & Kindersitze auswechseln

Die ARBÖ-Verkehrsexperten empfehlen, dass nach einem Zusammenstoß neue Sicherheitsgurte anstelle der alten zu installieren, sofern diese durch die Kollision stark beansprucht wurden. Doch nicht nur die Gurte sollten ausgetauscht werden, sondern auch die Kindersitze müssen fachmännisch überprüft werden und gegebenenfalls ausgewechselt werden. Denn sowohl die
Kindersitze wie auch die Gurtsysteme werden durch die Wucht bei einem Crash so gedehnt, dass sie ihren Zweck nicht mehr erfüllen können.

Familienförderung bei Familienautos

Bedingt durch die Vorschrift, ein Sitz für jede Person, benötigen laut Mag. Kurt Sabatnig "Großfamilien" entsprechende Fahrzeuge: "Einige Bundesländer fördern den Ankauf von "Familienautos" mit mehr als fünf Sitzplätzen für kinderreiche Familien. Generell besteht ein Anspruch nur für Familien mit mindestens vier Kindern unter 18 Jahren."
Burgenland und Kärnten gewähren einen Zuschuss von ATS 20.000,- / EUR 1453,46. In Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark und Wien beträgt die Unterstützung des Landes ATS 25.000,- / EUR 1816,82. In den Bundesländern Salzburg, Tirol und Vorarlberg ist derzeit keine Förderung vorgesehen. Nähre Informationen zur Inanspruchnahme der Förderung erhalten Sie in den ARBÖ-Dienststellen.

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