Huber: Molterer stellt Konsumentenschutz hintan

Flächendeckende BSE-Schnelltests erforderlich, um Sicherheit weiterhin zu gewährleisten

Wien (SK) Scharfe Kritik am Verhalten des österreichischen Landwirtschaftsministers Molterer in Brüssel, der eine flächendeckende Ausweitung von BSE-Schnelltests zur Bekämpfung der Rinderseuche nicht mitgetragen hat, übte Dienstag SPÖ-Lebensmittelsprecherin Anni Huber. "Hier wurde wohl seitens des Landwirtschaftsministers dem Profitdenken Vorrang eingeräumt. Die entscheidende Frage der Sicherheit der Menschen ist dabei in den Hintergrund getreten", so Huber, die es übrigens als "Hohn" empfindet, dass in der Frage des Schutzes der Bevölkerung vor der Rinderseuche BSE die Landwirtschaftsminister verhandeln und nicht die Verbraucherschutzminister bzw. Gesundheitsminister. ****

Huber hält die Haltung Molterers außerdem für kurzsichtig, da es auch im Interesse des Landwirtschaftsministers sein müsste, die Sicherheit der Konsumenten zu gewährleisten und so ihr Vertrauen zu gewinnen. Schließlich wäre es auch fatal, sich in Sicherheit zu wiegen, weil es bisher noch keine BSE-Fälle in Österreich gegeben hat und die Sicherheitsvorkehrungen in Österreich sehr streng sind. Horrormeldungen, wonach Forscher bis zu 200.000 Creutzfeldt-Jakob-Tote befürchten, würden die Konsumenten stark verunsichern. Deshalb wäre in Österreich die Einführung von flächendeckenden laufenden BSE-Schnelltests ein wesentliches Erfordernis, um auch in Zukunft die Sicherheit der Verbraucherinnen zu garantieren. Grundsätzlich sei daher die laufende und effiziente Kontrolle aller Lebensmittel vor derartigen Erregern unabdingbar, so Huber gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Huber erinnerte daran, dass es bis dato nicht möglich gewesen sei, vom Verbraucherschutzminister - weder von Sickl noch von ihrem Nachfolger Haupt - das Bekenntnis für eine entsprechende Ausstattung der Lebensmittel-Untersuchungsanstalten zu bekommen, damit diese effizient untersuchen können, um so gefährliche Erreger wie BSE so rasch als möglich zu erkennen. "Hier ist Sparen fehl am Platz", so Huber abschließend, "denn Gesundheit darf nicht gegen Geld aufgerechnet werden". (Schluss) se

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