Synagoge Neudeggergasse: Wo bleibt das offizielle Österreich?

"Verlorene Nachbarschaft" mit Veranstaltungen wiederbelebt

Wien (Grüne) - Vor zwei Jahren wurde die ehemalige Synagoge in der Neudeggergasse im 8. Bezirk für einige Wochen mittels einer großen Stahlkonstruktion wieder sichtbar gemacht. Aufgrund dieser Aktion des Vereins "Neudeggergasse" waren mehrere Menschen, die 1938 flüchten mussten, wieder nach Österreich gekommen. Montag Abend fand nun eine Feierstunde für drei Zeitzeuginnen von damals statt. Anlass: In der Neudeggergasse wurde eine Ehrentafel enthüllt. Lucie Benedikt, Anne Kelemen und Lore Segal wurden anschließend mit einer Feier im Palais Schönborn im 8.Bezirk für ihr großes Engagement in der Emigration gewürdigt.

Für die Grüne Stadträtin Friedrun HUEMER, die die Laudatio hielt, hinterließ der Abend aber zwei sehr unterschiedliche Eindrücke: "Es ist traurig, dass vom ‚offiziellen Österreich’ mit Ausnahme von Nationalratsabgeordneten der Grünen und einigen Bezirksräten anderer Fraktionen keine VertreterInnen erschienen sind." Beeindruckend zeigt sich die Politikerin hingegen über das große Interesse in der Bevölkerung: "Die gestrige Veranstaltung war gut besucht und zeigt die Bedeutung solcher Initiativen. Es war eine echte Freude zu spüren, dass die ‚Verlorene Nachbarschaft’ so wenigstens für einige Tage wiederbelebt werden kann. Dafür gebührt speziell den OrganisatorInnen großer Dank", schließt HUEMER.

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