Arbeitsschwerpunkt Verkehrssicherheit: KfV begrüßt Forstingers Vorstoß

Besonderes Augenmerk will die neue Verkehrsministerin auf die Absicherung von Baustellen richten - KfV fordert schon lange laufende Überprüfung der Baustellenabsicherung

Wien (OTS) - "Der gestrige Vorstoß von Bundesministerin Forstinger in Richtung Baustellensicherheit wird vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) sehr begrüßt," so Dr. Othmar Thann, Direktor des KfV. "Wir fordern seit langem laufende Überprüfungen des Zustands der Baustellenabsicherung, da im Baustellenbereich rund drei Prozent aller Unfälle mit Personenschaden passieren," so Dr. Thann weiter. Rund ein Viertel der österreichischen Straßenbaustellen sind nicht vollständig mit den entsprechenden Verkehrszeichen ausgestattet, bei jeder vierten Baustelle ist ein Überholverbot nicht richtig angekündigt und bei mehr als einem Drittel ist die Aufhebung der Beschränkungen nicht vorhanden oder nicht korrekt ausgeführt.

Bereits 289 Unfälle und 21 Tote:

Im 1. Halbjahr 2000 passierten bereits 289 Unfälle mit 400 Verletzten und 21 Toten. Diese erschreckenden Zahlen sind auf den Busunfall auf der Westautobahn zurückzuführen. Im Vorjahr ereigneten sich auf Österreichs Straßen rund 500 schwere Unfälle, 700 Personen wurden verletzt und 23 getötet. Die volkswirtschaftlichen Unfallfolgekosten belaufen sich auf etwa 400 bis 700 Millionen Schilling pro Jahr - die hohe Dunkelziffer privat geregelter Schäden nicht inbegriffen.

Richtige Absicherung:

Um eine Baustelle richtig abzusichern, sind nicht nur Maßnahmen seitens der Behörde, sondern auch der Autofahrer notwendig. Angepaßte Geschwindigkeit und erhöhte Aufmerksamkeit gehören zum Muß für das sichere Verhalten im Baustellenbereich. Ein Überholmanöver soll zügig vonstatten gehen und darf nur durchgeführt werden, wenn der Fahrstreifen für den einzelnen Autofahrer auch breit genug ist.

Beim Sichern einer Baustelle sind folgende Punkte zu beachten:

  • Rechtzeitige Ankündigung der Baustelle
  • Entsprechende Begleitmaßnahmen wie Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Überholverbote setzten
  • Bestimmte Verkehrsregel kundmachen
  • Deutliche Führung des Verkehrs, d.h. Fahrstreifenverlauf in der Baustelle oder Umleitungen anzeigen
  • Widersprüchliche Verkehrszeichen deutlich außer Kraft setzten
  • Verordnete Beschränkungen wieder aufheben und am Ende der Baustelle den gültigen Zustand in Kraft setzten
  • Für ein klares Erscheinungsbild der Verkehrszeichen und eine entsprechende Rückstrahlwirkung sorgen
  • Verkehrszeichen gemäß der Bewilligung aufstellen
  • Verkehrszeichen müssen entsprechend befestigt und standfest sein und sind periodisch zu überprüfen
  • Nach Unwettern ehest mögliche Überprüfung

KfV-Sicherheitsakademie bietet Kurse zur Baustellenabsicherung:

Für Baustellenfirmen und öffentliche Straßenerhalter wie z.B. Straßenmeistereien bietet das KfV derzeit praxisorientierte Betriebs-Workshops an. Im Lehrplan der eintägigen Seminare stehen rechtliche und sicherheitstechnische Maßnahmen, die das Unfallrisiko für die Verkehrsteilnehmer und die Bauarbeiter minimieren. Weitere Information zum Seminarangebot der Sicherheitsakademie: Claudia Körmer, Tel.: 01/717 70 DW 222.

"Uns muß klar sein, daß es keine hundertprozentige Sicherheit durch korrekte Baustellenabsicherung gibt," so Dr. Thann und weiter:
"Autofahrer sind gefordert, mit angepaßter Geschwindigkeit im Baustellenbereich zu fahren und sich an Tempolimits zu halten. Geschwindigkeit ist und bleibt Killer Nummer 1 auf Österreichs Straßen."

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