Auch Berufsschullehrer protestieren!

Protestkundgebung am 22. November 2000

Wien (FSG). Auch BerufsschullehrerInnen wehren sich gegen das Budgetbegleitgesetz, das am 23. November 2000 ohne Begutachtung im Parlament beschlossen werden soll.++++

Es finden am 22. November 2000, um 15.30 Uhr, Protestkundgebungen und Dienststellenversammlungen in Wien 1., Minoritenplatz 5 (vor dem Bundesministerium für Unterricht und
kulturelle Angelegenheiten) statt. Es werden TeilnehmerInnen auch aus den Bundesländern erwartet.

Folgende bedeutende, massive Einkommenskürzungen und Verschlechterungen beim Lehrerdienstrecht sind für unsere Lehrerinnen und Lehrer zu erwarten:

O Keine Einrechnung von Klassenvorstandsgeschäften und organisatorische Arbeiten (Werkstättenverwaltung) in die Lehrverpflichtung.
O Anstelle der Einrechnung in die Lehrverpflichtung ist ein fixer Vergütungsbetrag für die Klassenvorstands- und bestimmte organisatorische Arbeiten geplant.
O Die entsprechende Vergütung soll nur in den Monaten ausgezahlt werden, in denen die Tätigkeit ausgeübt wird.
O Daher wird die Bezahlung nur von September bis Juni durchgeführt. O Der Fixbetrag für die Klassenvorstandsgeschäft wird voraussichtlich S 1.500 betragen.

Maßnahmen Supplierungen:
Nach der neuen Regelung wird eine Supplierstunde künftig mit einem Fixbetrag von S 276 abgegolten (Berechnungsgrundlage: Gehaltsstufe 8 der Verwendungsgruppe L2a2). Die neue Regelung sieht weiters vor, dass jeweils erst die zweite Supplierstunde in der Woche abgegolten wird.
Maßnahmen Dauermehrdienstleistungen:
Der Faktor für die künftige Mehrdienstleistungsvergütung beträgt 1,432. Daher sinkt der Überstundenzuschlag von 50 Prozent auf 24 Prozent.

Besonders verärgert sind wir über den Überstundenzuschlag, der von 50 Prozent auf 24 Prozent herabgesetzt werden soll, und somit werden wir als unselbständig Erwerbstätige ungleich behandelt gegenüber allen anderen ArbeitnehmerInnen.

Gerhard Herberger, FSG-Vorsitzender Berufsschullehrer: "Wir befürchten massive Kündigungen bei unseren Kolleginnen und Kollegen!"

FSG, 21. November 2000
Nr. 183

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