"help tv" am 22. November 2000 in ORF 2

Das Wunder von Strasbourg - Ein Gelähmter kann wieder gehen

Wien (OTS) - In der jüngsten Ausgabe von "help tv" präsentiert Barbara Stöckl live aus dem ORF-Landesstudio Graz folgende Beiträge:

Das Wunder von Strasbourg - Ein Gelähmter kann seit der Implantation eines Neurochips wieder gehen. Hoffnung für Tausende Querschnittgelähmte? Marc Merger, Wirtschaftsprofessor aus Strasbourg, ist seit einem Autounfall querschnittgelähmt. Im Rahmen des europäischen Projektes "Stand up and walk" wurde er ihm in mehreren Operationen und rund 40 Stunden Vollnarkose ein Neurochip unter der Bauchdecke implantiert. Nach anfänglichen Komplikationen ist das Wunder tatsächlich geschehen - er kann mittels Steuerung seine Beine wieder bewegen. Marc Merger ist Gast bei Barbara Stöckl, ebenso wie der Neurologe DDr. Helmut Kern vom Wilhelminenspital Wien. Ein Bericht von Nicole Brande.

Sensationelle Bilder von Tiergeburten: In Schönbrunn erwartet Elefantendame Sabi ein Junges. Der Zoo als Arche Noah für bedrohte Tierarten. Der afrikanische Elefant ist vom Aussterben bedroht. Um die Erhaltung der Art zu garantieren, wurde im Rahmen eines internationalen Projekts auch Schönbrunn zum Schauplatz einer sensationellen Fortpflanzungsaktion. Die 13-jährige Elefantendame Sabi wurde im Juni 1999 künstlich befruchtet und trägt nun in 22-monatiger Schwangerschaft ihr Junges aus. Sie ist damit der einzige afrikanische Elefant in Gefangenschaft in Europa, der auf diese Weise erfolgreich befruchtet wurde: In komplizierten Ultraschalluntersuchungen wird das Wachstum des Elefantenbabys genau beobachtet. Projekte dieser Art lassen neue Hoffnungen für die wild lebenden afrikanischen Elefanten zu. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über das Paarungs- und Schwangerschaftsverhalten von Elefanten können bei der Arterhaltung in freier Wildbahn wichtige Hinweise liefern. Im Studio zu Gast: Schönbrunn-Direktor Dr. Helmut Pechlaner. Ein Bericht von Margit Draxl.

Sammelklagen nun auch in Österreich: Wie frustrierte Urlauber und Kreditgeschädigte nun um ihr Recht kämpfen. Sammelklagen haben in Europa keine Tradition. Jetzt aber gibt es sie erstmals auch in Österreich. Der Verein für Konsumenteninformation hat bereits eine derartige Klage eingebracht, eine weitere ist in Vorbereitung. Im ersten Fall handelt es sich um geschädigte Urlauber. Mehr als 400 Menschen sind in einem Feriendorf an Brechdurchfall, Fieberkrämpfen und ähnlichen Symptomen erkrankt, darunter zahlreiche Kinder. Ursache dafür - so meinen die Kläger - wären Probleme mit der Wiederaufbereitungsanlage im Ferienclub gewesen, Fäkalien seien im Sprühnebel über die Wiesen gegossen worden und hätten dabei auch die Gäste getroffen. Der Veranstalter hingegen sieht die Ursache vielmehr in einer Virusinfektion, die eine Tiroler Reisegruppe eingeschleppt haben soll. Fall zwei hat die Banken im Visier - und zwar jene, die überhöhte Kreditzinsen gefordert haben und nun nicht zurückzahlen wollen, wie im Fall der Niederösterreicherin Andrea Wallner. Sie hat für einen Kredit in der Höhe von 1,2 Millionen Schilling bei der RAIKA Niederösterreich in neun Jahren um 238.000 Schilling zu viel Zinsen gezahlt und fordert nun das Geld zurück. Ein Bericht von Christian Kugler.
Der verzweifelte Kampf einer dreifachen Mutter ums Sorgerecht. Vor mehr als einem Jahr wurden der gebürtigen Polin Ewa Martynek, die seit zehn Jahren in Österreich lebt, die Kinder abgenommen. Grund:
grobe Vernachlässigung der Wohnung. Die Bezirkshauptmannschaft hatte auf Anzeigen der Nachbarn reagiert und per Gerichtsbeschluss den Entzug der Obsorge erwirkt. Keine Verwarnung, kein Verweis, harte Trennung. Was dann folgte, ist die Odyssee einer verzweifelten Frau und ihr Kampf gegen Bürokratie und Verwaltung, um Besuchsrecht und Obsorge. Ein Bericht von Karin Fürhapper.

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