Haubner: "Hausfrauenpension" schaffen

Scheidung oder Tod des Partners dürfen Frauen nicht zu Sozialhilfeempfängerinnen machen

Wien, 2000-11-21 (fpd) - "Für eine bessere Altersabsicherung der Österreicherinnen" sprach sich heute die Bundessprecherin der "Initiative Freiheitliche Frauen", Oberösterreichs Frauenlandesrätin Ursula Haubner aus. "600.000 Frauen, die ausschließlich den Haushalt organisieren, Kinder erziehen oder behinderte und alte Angehörige pflegen, haben derzeit nicht die notwendige soziale Absicherung." ****

1999 wurden 4 von 10 Ehen geschieden. Die durchschnittliche Ehedauer beträgt 9 Jahre. "Durch die steigende Zahl der Scheidungen ist die Versorgungssicherheit nicht mehr gewährleistet, die eigenständige Absicherung der Frauen wird immer notwendiger. Scheidung oder Tod des Partners dürfen nicht zur Beendigung des Versicherungsschutzes führen und Frauen zu Sozialhilfeempfängerinnen machen", so Haubner.

Frauen, die einen Teil ihres Lebens oder ihr ganzes Leben der Kinder-und Familienarbeit gewidmet haben, müssen in Zukunft besser abgesichert sein. Ein erster Schritt in die richtige Richtung sei die Anrechnung der Karenzzeit als pensionsbegründende Kindererziehungszeit der neuen Bundesregierung.

"Es ist wichtig, daß Frauen hinkünftig besser sozialrechtlich abgesichert sind", begrüßt Haubner den Vorschlag von Sozial- und Frauenminister Haupt, der eine Aufteilung der Pension auf beide Ehepartner vorsieht. Sie, Haubner, trete dafür ein, daß es auch im Falle einer Scheidung zur Teilung der Versicherungszeiten kommen müsse.

"Für kinderlose Frauen, die nicht im Erwerbsleben stehen, soll aber der erwerbstätige Partner für die Pensionsbeiträge aufkommen", schlägt Haubner vor, der es in erster Linie um die Anerkennung und Abgeltung der Familienarbeit geht.

"Die Existenzsicherung beider Partner muß im Vordergrund stehen. Nur durch eine echte Partnerschaft ohne finanzielle Abhängigkeit kann die Chancengleichheit erreicht werden", so Haubner abschließend. (Schluß)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40 110 /5491

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC