Sacher: Waldviertler Schmalspurbahnen stehen vor dem endgültigen Aus

SP-Forderung nach einer NÖ Regionalbahngesellschaft

St. Pölten (SPI) - Jüngsten Presseberichten zufolge stehen die Strecke Gmünd-Litschau und Gmünd-Groß-Gerungs vor dem endgültigen Aus. Die Strecke Gmünd-Litschau soll mit Jahresende eingestellt werden, und der Personenverkehr auf der Strecke Gmünd-Groß-Gerungs mit Mitte nächsten Jahres. "Die Sozialdemokratische Forderung nach der
Schaffung einer NÖ Regionalbahngesellschaft, welche den Weiterbestand der von der Schließung bedrohten NÖ Nebenbahnen sichern soll, stellt einen gangbaren Weg dar, diese wertvollen touristischen Anziehungspunkte zu erhalten. Diesbezüglich wird die SPÖ am Donnerstag in ihrer Klubklausur eine Lösung erarbeiten", stellt der Klubobmann der NÖ-Sozialdemokraten LAbg. Ewald Sacher fest.****

"Der verantwortliche Landesverkehrsreferent Erwin Pröll ist dringend zum Handeln aufgerufen, denn der ÖBB-Katalog der von der Schließung bedrohten Nebenbahnen in Niederösterreich umfasst 13 Nebenbahnen bzw. Teilstrecken oder Verkehre, darunter auch noch die touristisch wichtige Mariazellerbahn und Teile der Ybbstalbahn. Auf Landesebene und im NÖ Landtag fordern die NÖ Sozialdemokraten schon lange Maßnahmen zur Schaffung einer NÖ Regionalbahngesellschaft. Diese Gesellschaft soll vom Land mit der Abwicklung öffentlicher Verkehrsleistungen auf allen von der Einstellung bedrohten Regionalbahnstrecken Niederösterreichs betraut werden, eine möglichst breite Beteiligung und Mitarbeit der am Weiterbestand der Nebenbahnen interessierten öffentlichen und privaten Körperschaften ist anzustreben. Notwendig und sinnvoll ist eine Beteiligung der Österreichischen Bundesbahnen, die ÖBB sollen als wertvoller Know-how-Bringer sowie als Personalbeisteller fungieren. Notwendige Finanzmittel sind primär aus den zweckgewidmeten Nahverkehrsmitteln der Mineralölsteuer - also den diesbezüglich vom Bund den Ländern überlassenen Finanzmitteln - sowie aus den Fahrerlösen zu lukrieren. Weitere Finanzmittel könnten aus dem Eigennutz privater und öffentlicher Körperschaften, Tourismus- und Regionalmangements sowie anderer Institutionen gewonnen werden, die am Erhalt der jeweiligen Nebenbahn größtes Interesse haben", erläutert der Klubchef weiter.

"Für uns Sozialdemokraten ist jede Nebenbahn erhaltungswürdig, wenn dies durch entsprechende Wirtschaftlichkeitsberechnungen unter dem Aspekt der Kostenwahrheit, in denen auch ökologische Faktoren Berücksichtigung finden müssen, belegt wird. Das Wohle Niederösterreichs muss im Vordergrund stehen, und keine parteitaktischen Manöver, die auf dem Rücken der Bürgerinnen und Bürger Niederösterreichs ausgetragen werden", so der SP-Politiker abschließend.
(Schluss) fa/sk

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200-2794

Landtagsklub der SPÖ NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN