Spitzelaffäre: Kritik an Angriffen auf wehrlose Beamte

Schöls: Polit-Angriffe zeigen Notwendigkeit der Pragmatisierung

St. Pölten (OTS) - Es sei "ebenso billig wie schäbig, wie manche Politiker nur um einer Schlagzeile willen auf Beamte hinhauen, die sich dagegen nicht oder zumindest nicht adäquat wehren können", kritisierte der Vorsitzende der NÖ Christgewerkschafter, Bundesrat Alfred Schöls, am Sonntag. Weil manche Politiker in der Sache selbst "gelinde gesagt in der Defensive sind, tatsächlich eher wie ein Boxer in den Seilen hängen", kühlten sie ihr Mütchen am Öffentlichen Dienst, weil man damit - wie Schöls aus langjähriger Erfahrung als Beamtengewerkschafter weiß - "immer von irgend einer Seite Applaus erhält". Diese Wehrlosigkeit der öffentlich Bediensteten gegenüber Politiker-Angriffen würde noch ganz andere Dimensionen erfahren, nämlich arbeitsrechtlicher Art, wenn es die Pragmatisierung nicht gäbe, ist Schöls überzeugt. "Die sogenannte Spitzelaffäre ist der beste Beweis dafür, wie wichtig die Beibehaltung der Pragmatisierung ist".

"Deckung durch Ressortchef leider keine Selbstverständlichkeit"

Schöls erinnert in diesem Zusammenhang an die "weit verbreitete Fehlmeinung, daß die Pragmatisierung unzeitgemäß und daher abzuschaffen wäre." Zumindest zeige es sich jetzt sehr deutlich, welche Bereiche des Öffentlichen Dienstes unbedingt des Schutzes der Pragmatisierung bedürften. Denn es sei ja leider keine Selbstverständlichkeit, daß der Ressortchef hinter seinen Beamten steht, wie dies Strasser lobenswerterweise tue, betonte Schöls. Und dann sarkastisch: "Eigentlich müßte man diesen um sich schlagenden Politikern dankbar dafür sein, daß sie mit ihren überzogenen Angriffen die Pragmatisierung einzementieren. (Schluss)
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