Format: Gutachter belastet Euroteam schwer

Arbeitsmarktservice hat Wirtschaftspolizei eingeschaltet

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin FORMAT präsentierte in seiner am Montag erscheinden Ausgabe ein bisher unbekanntes Gutachten, das die SP-nahe Berater-Firma schwer belastet. Ein parlamentarische Untersuchungsausschuß prüft ab Montag dieser Woche, ob das SP-nahe Beratungsunternehmen rund 118 Millionen Schilling an öffentlichen Geldern zumindest teilweise widerrechtlich erhalten und verwendet hat. Der Wiener Wirtschaftsprüfer Wolfgang Nikolaus hat im Auftrag des Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) drei vom AMS geförderte Millionenprojekte überprüft und schwere Mängel festgestellt. Der Gutachter will nicht ausschließen, daß Abrechnungsunterlagen sogar nachträglich manipuliert wurden: "Zudem kann aufgrund der EDV-mäßigen Gestaltung der in Rede stehenden Aufzeichnungen nicht ausgeschlossen werden, daß diese nachträglich oder sogar von einem Dritten erstellt worden sind." Weiters heißt es in dem Gutachten: "Aufgrund der EDV-mäßigen Gestaltung kann freilich nicht mit hinreichender Verläßlichkeit beurteilt werden, ob diese Zeitaufzeichnungen tatsächlich zeitnah und von Herrn Stuhlpfarrer selbst geführt worden sind; auch eine nachträgliche oder von einem Dritten erstellte Unterlage hätte genau dasselbe optische Aussehen, wobei sich Zweifel an der Echtheit der Zeitaufzeichnungen (...) ableiten lassen." Weiters stellt der Gutachter unter anderem grobe Unregelmäßigkeiten in der Abrechnung von Angestellten fest. So soll eine Sekretärin im Schnitt 77 Wochenstunden gearbeitet haben, und das zur Hälfte gratis:
"Addiert man die angeblichen Gesamtleistungsstunden von Frau E., so ergeben sich Spitzenwerte von bis 76,5 Wochenstunden (etwa in der Kalenderwoche 1998), wobei es der Lebenserfahrung völlig widerspricht, daß ein dienstvertraglich beschäftigter Mitarbeiter ohne persönliches Naheverhältnis seiner Wochenarbeitszeit ohne Entgelt tätig ist." Wie FORMAT weiter berichtet, hat das AMS aufgrund des Prüfberichts bereits die Wirtschaftspolizei eingeschaltet. Euroteam bestreitet gegenüber FORMAT die Vorwürfe.

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