Schüssel: Vertraue auf Strasser, dass er ohne Rücksicht auf Parteizugehörigkeit ermitteln läßt

"Darf für Österreich keine Kollektivschuld geben, Geschichte nicht umschreiben"

Salzburg, 18.November 2000 (ÖVP-PD) " Ich will keinen Staat, wo es keine sichere Firewall gibt, wo Daten von Bürgern weitergegeben werden. Da geht es um Grundrechte und um Bürgerrechte. Daher vertraue ich auf Innenminister Ernst Strasser, dass er ohne Rücksicht auf Parteizugehörigkeit ermitteln läßt. Wir müssen gemeinsam die Dinge klären - ohne Vorverurteilungen. Lösen wir die Probleme, denn die gehören abgestellt", sagte Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel heute, Samstag, in seiner Rede bei der Landeskonferenz der Salzburger Volkspartei in Salzburg-Stadt.. Man müsse nun die richtigen Konsequenzen ziehen, dürfe aber nicht vergessen, dass Österreich auch andere Probleme zu lösen habe, so der Bundeskanzler.

Schüssel sprach sich auch klar dagegen aus, Österreich in Bezug auf die Nazi-Vergangenheit in Kollektivschuld zu drängen. "Fünf Jahre lang hat das kleine Österreich dem Druck der Nazis standgehalten. Ein Bundeskanzler wurde ermordet, fünf österreichische Bundeskanzler sind im KZ gelandet.
Natürlich weiß ich, dass sich leider zu viele Österreicher an den Verbrechen beteiligt haben. Aber es darf keine Kollektivschuld geben. Österreich ist als souveränes Land besetzt und ausgelöscht worden. Die Geschichte umzuschreiben wird nicht geschehen, zumindest nicht solange ich etwas zu sagen habe", betonte Schüssel.

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