Fischer: Klarheit über unsere Vergangenheit darf nicht aufgeweicht werden

Wien (SK) Nationalratspräsident Heinz Fischer hat heute, Samstag, in einer Rede beim Mahnmal in Lackenbach (Burgenland), das dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus unter den Roma und Sinti gewidmet ist, davor gewarnt, "die klaren Positionen, die wir uns im vergangenen Jahrzehnt, zu unserer eigenen Vergangenheit erarbeitet haben - aus welchen Gründen auch immer - wieder aufzuweichen. Klarheit in diesem Bereich darf nicht durch opportunistische Unklarheit ersetzt werden", sagte Fischer. ****

Es bleibe ein Faktum, dass Österreicher in der NS-Zeit nicht nur Opfer, sondern auch Täter waren. Es bleibe ein Faktum, dass neben jenen, die über Hitler entsetzt waren, viele hunderttausende Österreicherinnen und Österreicher Hitler frenetisch bejubelt haben. Und es bleibe ein Faktum, dass beim Einmarsch deutscher Truppen in Österreich im März 1938 vom österreichischen Bundesheer kein einziger Schuss abgegeben wurde, weil das autoritäre und unpopuläre Schuschnigg-Regime jeden politischen und moralischen Kredit verspielt hatte, und wie ein Kartenhaus zusammenbrach, als Hitler seine Entschlossenheit zeigte, Österreich "Heim ins Reich" zu holen.

"Wir müssen zu unserer Verantwortung, dass heißt, zu den guten und bösen Taten unserer Geschichte stehen, und jenen Weg fortsetzen, der sich aus dieser Verantwortung ergibt und durch Stichworte wie Nationalfonds und Zwangsarbeiterentschädigung charakterisiert ist", schloss Fischer. (Schluss) se/mm

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