LR Kranzl: Gemeinden als Ort der Sozial- und Gesellschaftspolitik

Weiterer Ausbau der sozialmedizinischen Betreuungsdienste

St. Pölten, (SPI) - Die Gemeinden sind vor allem auch ein Hort der Sozialpolitik - denn vor Ort weiß man ganz genau, was die Menschen brauchen, welche Hilfe wir geben müssen. Mit der Beschlussfassung im Landtag im Jahre 1979 die landesweiten Wohlfahrtsträger im Auftrag des Landes mit der Organisation der sozialmedizinischen Dienste in Niederösterreich zu betrauen, wurde der Auf- und Ausbau in diesem Bereich eingeleitet, der uns heute stolz sagen lässt, dass wir ein flächendeckendes und bedarfsgerechtes System der ambulanten und sozialen Dienste anbieten können. Aufgrund der sozialen und demografischen Entwicklung ist es notwendig, die sozialen und sozialmedizinischen Betreuungsdienste weiter auszubauen, die Qualitätssicherung und die Effizienz zu verstärken und damit letztlich auch die finanzielle Basis für ‚die Hilfe für diejenigen, die Hilfe benötigen‘, zu sichern. Aus diesem Grund wurde von meinem Ressort auch eine Studie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse neben der Verbesserung der Qualität besonders auch die Sicherung der Finanzierung sicherstellen sollen", so Soziallandesrätin Christa Kranzl in ihren Ausführungen vor dem NÖ Gemeindetag.****

Einige Zahlen: Im Jahr 1981 betrug das Sozialbudget rd. 1,2 Milliarden Schilling, für das Jahr 2000 sind rd. 5,3 Mrd. Schilling veranschlagt. Derzeit bestehen in NÖ 8 Obdachloseneinrichtungen, 5 Frauenhäuser und 1 Frauennotwohnung, 1 Mutter Kind-Heim, 5 Schuldnerberatungsstellen. Die sozialen Dienste betreuen im Monat 10.652 Hilfsbedürftige von 227 Sozialstationen mit rd. 3012 Beschäftigten und leisteten dabei über 2,2 Mio. Einsatzstunden im Jahr 1999.

"Eine große Errungenschaft sind auch die Sozialzentren, die zu einer österreichweit beispielgebenden Einrichtung wurden und vielen älteren Menschen den Weg ins Altersheim ersparen konnten. Weiters notwendig ist der Ausbau der Beratungsdienste des Landes Niederösterreich. Diese reichen vom Pflegetelefon, psychosoziale Beratung -Krisentelefon - bis hin zu Konsumentenberatung. Jedem Niederösterreicher soll bekannt sein, wohin er sich bei Problemen und Fragen wenden kann", so Kranzl.

Im Bereich der Kinderbetreuung sei man jedenfalls auf dem richtigen Weg. "Der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze in NÖ ist nahezu flächendeckend - 1.042 Kindergärten mit Stichtag Oktober 2000 im Vergleich zu 786 im Jahre 1981 zeigen eine ausgezeichnete Entwicklung. Im Bereich der Kinderbetreuung gibt es aber vor allem für die unter 3jährigen noch viel zu tun. Mit der sogenannten "Bundes-Kindergartenmilliarde" - die von den Ländern verdoppelt wird - wurden in den vergangenen Jahren fast 19.000 neue Betreuungsplätze in ganz Österreich geschaffen. Die Schwerpunkte bei der Förderung von Projekten lagen dabei bei der Schaffung neuer Plätze, der Verlängerung von Öffnungszeiten, der Ausbildung von Tagesmüttern und der Integration behinderter Kinder. Dieses wirkungsvolle Instrument ist im Budget 2001 der Bundesregierung leider nicht mehr vorgesehen. Erst vor kurzem ist die letzte Tranche der noch ausstehenden 600 Millionen für Kinderbetreuungsplätze vom Bund eingegangen, Niederösterreich wird diese Mittel für den Ausbau der Betreuungsplätze für 1- bis 3Jährige - Kiddyclubs - bzw. der Hortplätze für Schulkinder verwenden", so Kranzl.
(Schluss) fa

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200/2794Landtagsklub der SPÖ NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN