AK Tumpel: ÖBB muss als Unternehmen mit Zukunftschancen erhalten bleiben

AK lehnt geplante Aufspaltung der ÖBB ab und fordert Ausbau der Infrastruktur

Wien (AK) - "Die ÖBB muss als schlagkräftiges Unternehmen mit Zukunftschancen erhalten bleiben", reagiert AK Präsident Herbert Tumpel auf Pläne der neuen Verkehrsministerin zur Aufspaltung der ÖBB. Statt endlich eine Lösung für die dringende Frage der Finanzierung der Infrastruktur zu suchen, will die Regierung die ÖBB zerschlagen. "Damit werden tausende Arbeitsplätze von Eisenbahnern gefährdet und es entstehen Mehrkosten in Milliarden-Höhe", warnt Tumpel. Leidtragende wären neben den Eisenbahnern wieder einmal die Bahn-Pendler, die schon jetzt immer neue Preiserhöhungen schlucken müssen, sagt Tumpel. ****

Präsident Tumpel fordert die Verkehrsministerin auf, statt einer Zerschlagung der ÖBB endlich den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur in Angriff zu nehmen. Dadurch würden auch die Arbeitsplätze von 50.000 Eisenbahnern gesichert. Eine Aufspaltung der ÖBB wird zwangsläufig zu höheren Kosten für die Staatsbürger führen, weil durch eine Trennung Synergieverluste in Milliardenhöhe entstehen werden. "Leidtragende werden einerseits die Beschäftigten der ÖBB und andererseits die Bahnkunden sein", sagt Tumpel. Die PendlerInnen müssen schon jetzt immer neue Tariferhöhungen schlucken. Innerhalb der letzten 13 Monate kam es - nicht zuletzt durch den Druck der Regierung auf die ÖBB - zu Preissteigerungen bei den Pendlerwochen und -monatskarten um bis zu 25 %. Eine Spaltung der ÖBB wird die Lage noch verschärfen.

Forstingers Vorgänger Ex-Minister Schmid hat statt einer Gesamtlösung für die Verkehrsinfrastruktur zu finden, nur Diskussionen über die Verschiebung einzelner Bahnprojekte entfacht und die erforderliche Finanzierung des Autobahnnetzes durch die LKW-Maut weiter verschoben.

Die Arbeiterkammer fordert die Erhaltung und Stärkung der ÖBB als integriertes Unternehmen und die Beibehaltung der bisherigen vernünftigen österreichischen Position zur Eisenbahnliberalisierung. Nur eine vorsichtige Öffnung des Schienennetzes wird eine Beibehaltung hoher Sicherheitsstandards und der Arbeitsplätze im Bahnbereich ermöglichen. Wohin eine Zerschlagung der großen nationalen Eisenbahnunternehmen und eine zu rasche Liberalisierung des Schienenverkehrs führen, zeigen die wiederholten Bahnunfälle in Großbritannien.

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