Antoni: SPÖ-NEIN zu LehrerInnen-Abbau durch Budgetbegleitgesetz

Massive Verschlechterung der Unterrichtsqualität

Wien (SK) Die SPÖ lehnt das Budgetbegleitgesetz ab, da es einem Abbau von rund 4.000 LehrerInnen und damit zu einer massiven Verschlechterung der Unterrichtsqualität führt, stellte SPÖ-Bildungssprecher Dieter Antoni anlässlich der Beschlussfassung in der heutigen Sitzung des Budgetausschusses fest. "Bildung hat für die FP-/VP-Regierung keinen Wert mehr. Das steht in völligem Widerspruch zum Koalitionsabkommen und zur Regierungserklärung des Bundeskanzlers. Das Null-Defizit soll auf Kosten der SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen erreicht werden", so Antoni Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Die geistigen Mütter und Väter des Budgetbegleitgesetzes hätten keine Ahnung vom Schulalltag, wenn sie die Tätigkeiten als Klassenvorstand und Kustod nicht mehr als pädagogische Aufgabe sehen. Anstelle der Einrechnung in die Lehrverpflichtung werden für diese Tätigkeiten künftig finanzielle Abgeltungen erfolgen, kritisierte Antoni. Dadurch komme es zu einer Erhöhung der Unterrichtserteilung innerhalb der Lehrverpflichtung und führe zu weiteren Kürzungen der Werteinheiten sowie zu einem Abbau von JunglehrerInnen.

Als ungeheuren Affront und Misstrauen gegen die LehrerInnen, bezeichnete Antoni die Aussage Gehrers im Budgetausschuss, als sie von einem "Selbstbedienungsladen" im Bereich der Überstunden sprach und damit die Absenkung der Überstundenzuschläge rechtfertigte. "Das 'LehrerInnen-Prügeln' hat die Unterrichtsministerin offenbar vom FPÖ-Koalitionspartner gut gelernt", so Antoni.

Darüber hinaus werde den LehrerInnen die Vertretungsstunde, die sie für einen Kollegen/in halten müssen, nicht mehr abgegolten. "Das ist 'kalte' Erhöhung der Lehrverpflichtung um eine Stunde".

Durch die Änderungen im Finanzausgleich komme es bis 2004 noch einmal zu einem Abbau von rund 5.500 LehrerInnen. Insgesamt seien mit den Maßnahmen der FP-/VP-Regierung 9.000 bis 10.000 LehrerInnen-Arbeitsplätze gefährdet, befürchtet Antoni.

Das führe zu Einschränkungen bei wichtigen bildungspolitischen Aufgaben, wie beim Fremdsprachenunterricht, insbesondere in bilingualen Schulklassen, beim Integrationsunterricht, in der Begabtenförderung, beim interkulturellen Lernen und beim Unterricht mit reformpädagogischen Ansätzen. Ganz massiv sei die Nachmittagsbetreuung durch LehrerInnen bedroht, das treffe vor allem die berufstätigen Eltern und insbesondere die Alleinerziehenden, betonte Antoni.

"Mit einem Schlag macht die FP-/VP-Regierung alles zunichte, was in den letzten 30 Jahren von sozialdemokratisch geführten Bundesregierungen aufgebaut wurde und das österreichische Bildungswesen zu hohem internationalen Ansehen gebracht hat", schloss der SPÖ-Bildungssprecher. (Schluss) ps/mp

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