Eder: Neues Sicherheitskonzept für Bergbahnen erforderlich

Wien (SK) "Nach der Trauer in Kaprun ist jetzt rasches Handeln durch die neue Infrastrukturministerin Monika Forstinger erforderlich. Offensichtlich sind die Sicherheitsvorschriften für österreichische Bergbahnen nicht ausreichend und entsprechen nicht dem internationalen Standard. Aus diesem Grund ist so rasch als möglich ein neues Sicherheitskonzept für die österreichischen Bergbahnen auszuarbeiten. Schließlich geht es um Menschenleben, aber auch um mögliche Milliardenverlusten im Tourismus", erklärte Donnerstag SPÖ-Verkehrssprecher Kurt Eder. ****

Nach der Tunnelkatastrophe in Kaprun bleiben viele Fragen offen:
Warum wurde die Kapruner Standseilbahn mit so geringen Sicherheitsauflagen genehmigt (keine Notbeleuchtung, keine Fluchtwegmarkierung, kein Fluchtraum, keine Brandabschnittstore, keine Sprinklereinrichtung, keine Feuerlöscher, keine händische Notöffnung der Wagons von innen). Schließlich wurden auch keine betriebsfeuerwehrähnlichen Gerätschaften der Betreibergesellschaft vorgeschrieben und das Personal offensichtlich unzureichend auf den Katastrophenfall hin geschult.

Gefragt werden müsse auch, ob die oberste Eisenbahnbehörde nicht einen viel zu niedrigen Personalstand habe und im Rahmen eines "quality management" Beamte auch im Rahmen der Sicherheitstechnik spezielle Ausbildungen erhalten sollten. Jedenfalls brauche die Behörde selbst ein Know-how und kann sich nicht nur auf Ziviltechniker verlassen.

"Wenn es um Sicherheit geht, dann darf nicht gespart werden. Nicht in hochprofitablen Seilbahngesellschaften und schon gar nicht, wenn tausende Touristen einen unbeschwerten Urlaub in Österreich verbringen wollen", so Eder. Um das Vertrauen wieder herzustellen, müsse daher raschestmöglich gemeinsam mit internationalen Experten ein österreichisches Sicherheitskonzept für Bergbahnen ausgearbeitet und umgesetzt werden. Auch wenn es Geld koste und zusätzliche Beamte erfordert, sei jetzt eine besondere Offensive erforderlich, um das Vertrauen der Wintergäste zurückzugewinnen. "Die SPÖ sieht hier jedenfalls raschestmöglichen Handlungsbedarf für die neue Infrastrukturministerin, um weiteren Schaden zu vermeiden", schloss SPÖ-Verkehrssprecher Kurt Eder. (Schluss) ns/mp

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