Lebensgefahr am Schutzweg: KfV erinnert Autofahrer an Vorrang für Fußgänger

Wien (OTS) - Das KfV ruft die 19. StVO-Novelle in Erinnerung -Fußgänger die erkenntlich den Zebrastreifen überqueren wollen haben Vorrang!

Aufgrund des heutigen Unfalls im Bezirk Judenburg, bei dem beim Überqueren eines Zebrastreifens eine Großmutter und ihr Enkelkind von einem Fahrzeug angefahren wurden, ruft das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) die seit 1994 geltende 19. StVO-Novelle in Erinnerung: Der Lenker eines Fahrzeuges, das kein Schienenfahrzeug ist, hat einem Fußgänger, der sich auf einem Schutzweg befindet oder diesen erkennbar benützen will, das ungehinderte und ungefährdete Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Folgedessen muß der Fußgänger den Fuß nicht erst auf die Fahrbahn setzten, um seine Absicht erkenntlich zu machen.

Nach anfänglicher guter Akzeptanz und Disziplin der Autofahrer hat die Bereitschaft der Lenker anzuhalten, jedes Jahr mehr und mehr nachgelassen. Nur noch jeder dritte Fahrzeuglenker bleibt vor einem Schutzweg stehen - obwohl der Großteil der Fahrer über diese Regelung Bescheid weiß.

Unfälle auf Schutzwegen

Nach bisher vorliegenden Zahlen für das Jahr 2000 (Jänner bis August) ereigneten sich in Österreich 545 Unfälle mit beteiligten Fußgängern auf Schutzwegen - dabei wurden 7 Fußgänger getötet und 567 verletzt. Im Jahr 1999 gab es Österreichweit 1.041 Schutzweg-Unfälle, 21 Fußgänger wurden dabei getötet und 1.070 verletzt.

In der Steiermark ereigneten sich bis einschließlich August 2000 74 Unfälle, bei denen 5 Fußgänger getötet und 69 verletzt wurden. Im gesamten Jahr 1999 gab es 166 Unfälle mit beteiligten Fußgängern auf Schutzwegen, mit 2 Getöteten und 167 Verletzten.

Kinder und Senioren zählen zu den schwächsten Verkehrsteilnehmer, und haben ein sehr hohes Risiko im Straßenverkehr verletzt zu werden. Dieses zu vermindern ist einer der zentralen Arbeitsschwerpunkte der KfV-Experten. Maßnahmen zur Geschwindigkeitsberuhigung innerhalb des Ortsgebietes und Querungshilfen für Fußgänger sind ebenso wichtig wie Rücksichtnahme und Toleranz seitens motorisierter Verkehrsteilnehmer. Bewußtseinsbildung ist dabei ein wichtiger Aspekt, auf den das KfV im heurigen Jahr mit Österreichweiten Aktionen zum Thema "Brems dich ein" aufmerksam gemacht hat.

"Wir müssen ein zukunftsweisendes und integratives Sicherheitspaket schnüren", so KfV-Direktor Dr. Othmar Thann, und weiter: "Nur eine vernünftige Mischung aus gesetzlichen Neuregelungen mit strikter Kontrolle, sowie verkehrsorganisatorische und straßenbauliche Maßnahmen kann Unfälle reduzieren. An oberster Stelle steht der Mensch, um direkt bei jedem einzelnen anzusetzen, fordern wir den Punkteführerschein."

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