Dreharbeiten zur ORF-Verfilmung" des Komarek-Krimis "Polt muss weinen"

Erwin Steinhauer ist ein "Ein Polt für alle Jahreszeiten"

Wien (OTS) - "Simon Polt ist ein etwas anderer Polizeibeamter. Er ist ein sehr introvertierter Mensch, der mit seiner Katze zusammenlebt. Er straft nicht gerne, er schießt nicht und er verwendet selten Gewalt mit Worten. Aber er ist ein sehr sensibler Typ, der durch viel Feingefühl im Gespräch mit anderen Menschen herauskitzeln kann, was er wissen will", so charakterisiert Erwin Steinhauer seine jüngste Rolle, für die er derzeit im Weinviertel vor der Kamera steht. Steinhauer spielt Gendarmerieinspektor Simon Polt, den Romanhelden von Alfred Komarek, der mit seinem Krimi "Polt muss weinen" die Grundlage für die gleichnamige ORF-Verfilmung lieferte. Seit 6. November 2000 laufen im Pulkautal in Niederösterreich die Dreharbeiten zur zweiten Drehetappe dieser Koproduktion von ORF und ARTE, die von der Wiener Teamfilm hergestellt wird. Bereits Ende September/Anfang Oktober drehte das Filmteam unter der Regie von Julian Pölsler jene Filmszenen, die während der Weinlesezeit spielen. Ebendort wird bis ca. 25. November 2000 der zweite Teil der Dreharbeiten absolviert. In authentischer Umgebung, in idyllischen Kellergassen, malerischen Weinbergen und romantischen Kellern -dieses österreichische Spezifikum gab schon dem Roman von Alfred Komarek eine besondere Note - untersucht Gendarmerieinspektor Simon Polt einen ungewöhnlichen Todesfall. Mit Simon Polt bereicherte Autor Alfred Komarek die Szene der Kriminalliteratur um einen besonderen österreichischen Charakter.

"Die Rolle wurde mir vom Innsbrucker Buchverlag angeboten", erzählt Hauptdarsteller Steinhauer. "Man rief mich an und teilte mir mit, dass man mir den Roman schicken würde und dass ich Alfred Komareks Wunschbesetzung für eine Verfilmung wäre. Ich solle das Buch lesen und sagen, ob's mir gefällt. Und weil der Verlag niemanden kannte, den man wegen einer Verfilmung ansprechen könnte, bat man mich, das auch gleich zu übernehmen", erinnert sich Steinhauer zurück. "Ich war vom Buch sehr begeistert und habe gleich den Produzenten Wulf Flemming von der Teamfilm, den ich als literarisch versierten Menschen kenne und schätze, gefragt, ob er sich dieses Projekt vorstellen könnte. Ihm hat das Buch ebenso gut gefallen, und als er zustimmte, kam das Projekt ins Rollen. Das Wichtigste war es, den richtigen Regisseur und einen ausgezeichneten Kameramann zu finden. In Julian Pölsler und Fabian Eder haben wir unsere Wunschkandidaten gefunden, abgesehen davon dass die beiden schon aus früherer Zusammenarbeit ein preisgekröntes Gespann sind."

Das Duo Pölsler/Eder wurde für die gemeinsame Arbeit an der bilderstarken zweiteiligen Anzengruber-Verfilmung "Der Schandfleck", die im Frühjahr 2000 im ORF zu sehen war, preisgekrönt: Julian Pölsler sowie die Hauptdarsteller erhielten den Bayerischen Fernsehpreis 2000, den "Blauen Panter", Fabian Eders beeindruckende Bilder wurden mit der "Romy 2000" ausgezeichnet.

Zum Rayon von Simon Polt gehört auch seine kleine Heimatgemeinde, das niederösterreichische Weinbauerndorf Brunnfeld. Umso unangenehmer ist es ihm, als Albert Hahn in dessen Weinkeller tief unter den Presshäusern der Kellergasse tot aufgefunden wird und sich der Verdacht aufdrängt, was zuerst wie ein Unfalltod durch Gärgas aussieht, könnte ein Mord gewesen sein. Er, der fast jeden in der Gegend seit Jahren persönlich kennt, der nur zu gut weiß, wie verhasst der Tote in der Gemeinde war, muss nun unter ihnen ermitteln.

An der Seite von Erwin Steinhauer stehen noch bis voraussichtlich 25. November 2000 zahlreiche hochkarätige Schauspieler vor der Kamera:
So sind unter anderem Hans-Michael Rehberg, Hans Clarin, Fritz Egger, Peter Faerber, Michou Friesz, Heidy Forster, Monica Bleibtreu, Karin Kienzer, Wolfram Berger, Dietrich Siegl, Heinz Trixner, Nikolaus Paryla, Klaus Ofczarek und Otto Anton Eder mit von der Partie. Das Drehbuch zur Verfilmung verfassten Regisseur Julian Pölsler und Susanne Freund.

Nach dem Erstlings-"Polt" "Polt muss weinen" erschien bereits im Herbst vergangenen Jahres der zweite Komarek-Roman "Blumen für Polt". Derzeit arbeitet Alfred Komarek bereits an einem dritten "Polt"-Fall. "Es gibt die Idee, einen 'Polt' für alle Jahreszeiten zu machen", so Komarek. "Diese Idee gefällt mir sehr gut. Ich bin selbst sehr gespannt, wie es weitergeht." Auch Erwin Steinhauer ist davon begeistert, noch öfters in die Uniform des Simon Polt zu schlüpfen:
"Einen 'Polt' für jede Jahreszeit zu haben, halte ich für einen genialen Einfall. Dieser Film lebt zum großen Teil sehr von der einmaligen Gegend, und diese in allen vier Jahreszeiten zu zeigen, ist wirklich eine gute Idee."

Für Erwin Steinhauer ist der "Polt"-Dreh ein sehr intensiver Arbeitseinsatz, schließlich ist er fast die ganze Woche im Weinviertel und kommt höchstens am Wochenende nach Hause nach Wien. Doch Steinhauer ist viel gefragt: Nach "Polt muss weinen" geht es fast nahtlos nach Osttirol, wo er bereits für die nächste ORF-Produktion - die Verfilmung des Heinz-Unger-Schwanks "Zwölfeläuten" - vor der Kamera steht. Dort mimt er zur Abwechslung einen bösen Charakter: Unter der Regie von Harald Sicheritz spielt er einen nationalsozialistischen Kreisleiter.

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