Always Selbst&Sicher Studie 2000

ALWAYS SELBST&SICHER STUDIE 2000

SELBSTSICHERHEIT - EIN SCHLÜSSEL ZUM WEIBLICHEN WOHLBEFINDEN

Wien, November 2000. Österreichs Frauen sind durchaus selbstsicher, 83% sehen aber noch Raum für Verbesserung und Veränderung ihrer Selbstsicherheit. Eines ist für die Österreicherin klar:
Selbstsicherheit kann und will gelernt werden. In vielen Aspekten des privaten und beruflichen Lebens hängen Zufriedenheit und Lebensglück der Frau direkt vom Grad ihrer Selbstsicherheit ab. Zu diesen Ergebnissen gelangt die bisher zweite, von Always in Auftrag gegebene Studie zur Selbstsicherheit der österreichischen Frau. Basierend auf der Befragung von 20- bis 49-jährigen Frauen durchleuchtet die vom Ludwig Boltzmann-Institut durchgeführte Erhebung die Bereiche allgemeine Selbstsicherheit und Einflussfaktoren wie Job, Familie und persönliches Wohlbefinden.
(* erste Studie: market 1998, Sicherheitsbedürfnis von Frauen)

Selbstsicherheit als weiblicher Grundwert
Während Emanzipation und begleitende radikale Forderungen gemeinhin fast schon negativ besetzt sind, wird Selbstsicherheit zu 99 Prozent als sympathischer Begriff eingestuft. Ähnlich positiv werden sonst nur Partnerschaft, Familie und Sexualität gesehen. Selbstsicherheit macht nun mal glücklich, trägt zum Wohlbefinden bei und legt damit den Grundstein für mehr Lebensqualität. Wie die Studie zeigt, sind selbstsichere Frauen mit ihrem Leben insgesamt zufriedener als jene, die sich als wenig selbstsicher einstufen: 65% der "sehr selbstsicheren" Frauen sind mit ihrem momentanen Leben zufrieden -dagegen nur 34% jener mit niedriger Selbstsicherheit. Insgesamt wünschen sich 83% der Österreicherinnen, noch ein bisschen mehr von diesem weiblichen Grundwert zu besitzen.

Quellen der Selbstsicherheit
Die Österreicherinnen tanken Selbstsicherheit vor allem in ihrem persönlichen Umfeld
und im Beruf. So sind "gute Freunde zu haben" (75%), "eine stabile Zweierbeziehung" (63%) und "ein eigenes Einkommen" (62%) erstaunlicherweise wichtiger für die eigene Selbstsicherheit als etwa "Kinder zu haben" (43%) oder "gut auszusehen" (19%). Berufstätigkeit steht in enger Verbindung mit der weiblichen Selbstsicherheit: Insgesamt ist die Mehrheit von Frauen sich einig:
Beruf ist essentiell für soziale Anerkennung. Mehr als die Hälfte der Befragten (57%) mögen ihren Beruf, weil sie dadurch finanzielle Unabhängigkeit genießen, die eigene Leistung anerkannt sehen (50%) und interessante Menschen kennen lernen (45%).

Im Lebensstil herrscht Wahlfreiheit
Kinder haben oder nicht, als Single leben oder in einer Beziehung, die Toleranzspanne ist größer geworden. Frauen äußern eine große Zufriedenheit mit der eigenen Lebensentscheidung, und drücken auch eine hohe Akzeptanz für abweichende Lebensmodelle aus. Selbst 74% der Mütter sind der Ansicht, dass der Umstand Kinder zu haben, nicht notwendig ist, um gesellschaftliche Anerkennung zu genießen. Ähnlich verhält es sich mit der Frage über Vor- und Nachteile des Single-Lebens, bei der 60% der Befragten kein Urteil abgaben, da jede Frau ihres eigenen Glückes Schmied sei.

Stolpersteine auf dem Weg zur Selbstsicherheit
Viele Frauen sind selbstsicher, solange sie sich im vertrauten Kreis bewegen. Außerhalb ihres gewohnten Umfeldes gerät die Selbstsicherheit der Österreicherin ins Wanken. "Wenn ich vor anderen reden muss" (67%) und "wenn andere mich kritisieren" (70%), das sind die zwei Alltagssituationen, in denen die meisten Frauen sich ein mehr an Selbstsicherheit wünschen.
Es handelt sich dabei um Situationen, in denen die Frau einen Standpunkt vertreten und sich öffentlich darstellen und profilieren muss. Hier benötigen Österreicherinnen noch Tipps & Tricks, schon deshalb weil sie sich - so die Always Selbst&Sicher Studie 2000 - von konkreter Unterstützung viel versprechen. Denn aus dem qualitativen Teil der Untersuchung geht deutlich hervor, dass Österreicherinnen ihre Selbstsicherheit als veränderbar erleben und davon überzeugt sind, dass sie erlernbar ist. Die größte Hoffnung setzen sie dabei in Kurse (73 %), wobei vor allem die Förderung der eigenen Talente und Rhetorikkurse vielversprechend erscheinen.

Erste Weichenstellung in der Kindheit
Selbstsicherheit wird von Kindesbeinen an entwickelt. Durchsetzungskraft am Spielplatz, gegenüber dominanten Geschwistern oder "Übereltern" hilft dabei mit. Erst im Erwachsenen-Leben erfolgt jedoch der Feinschliff, oft parallel zum Berufseinstieg.
Die Studie erlaubt einige Rückschlüsse über den Zusammenhang zwischen Kindheit und Selbstsicherheit. Frauen mit hoher Selbstsicherheit hatten weniger oft einen autoritären Vater (30% versus 50% mit geringer Selbstsicherheit) und kommen zudem aus Familien, in denen "viel miteinander gelacht" wurde (47% vs. 21%). Im übrigen spielte die Berufstätigkeit der Mutter keine Rolle bei der Einschätzung, ob die Kindheit als glücklich in Erinnerung ist oder nicht.

Frauen wollen neue Männer
Österreicherinnen wollen einen neuen Typ von Mann: Klassische Werte wurden niedrig (Ehrgeiz, starker Wille, souveränes Auftreten und sogar Selbstsicherheit) bewertet - gewünscht ist ein treuer, intelligenter, gefühlsvoller, vertrauenswürdiger und humorvoller Partner. Und - demokratische Partnerschaften sind im Vormarsch, denn die Mehrheit der Frauen konstatiert bereits einen "gemischten" Führungsstil. Dominiert eine Person in der Beziehung, dann ist dies laut 18% der Frauen sie selber und zu 14% der Partner.

Mehr Bildung - weniger Hausarbeit
Trotzdem machen sich traditionelle Reste bemerkbar, so haben Männer immer noch das letzte Wort, wenn es um große Anschaffungen geht und 69 % der Frauen erledigen immer noch den Löwinnenanteil der Hausarbeit. Wer nicht alleine putzen will, möge in der Schule fleißig sein, denn Frauen mit höherer Schulbildung haben die fleißigsten Männer. So machen drei viertel aller Frauen, die nur eine einfache Schulbildung haben, später den Haushalt alleine während dies Frauen mit höherer Schuldbildung nur noch zur Hälfte betrifft.

DREI LÄNDER-STUDIE "SELBSTSICHERHEIT - EINE WAFFEN DER FRAUEN IM VERGLEICH

· Wien, November 2000 - Selbstsicherheit hat als Schlüsselbegriff für österreichische, deutsche und Schweizer Frauen einen enorm hohen Stellenwert und ist eng mit Zufriedenheit und Lebensglück verknüpft. Rund die Hälfte der Frauen in allen drei Ländern fühlen sich bereits selbstsicher.
· Frauen können offenbar nicht genug davon bekommen - trotz aller Frauenpower streben 83% der Österreicherinnen, 77% der deutschen Frauen und immerhin 47% der Schweizerinnen ein noch höheres Maß an Selbstsicherheit an.
· Schweizerinnen messen dem Beruf für die Selbstsicherheit einer Frau weniger Bedeutung bei als ihre Nachbarinnen, sind viel mehr der Ansicht, die Gleichberechtigung sei bereits verwirklicht und stellen insgesamt - wie es scheint - weniger Ansprüche an ihre Selbstverwirklichung.
· Viele Frauen fühlen sich selbstsicher, solange sie sich im vertrauten Kreis bewegen. Außerhalb des gewohnten Umfeldes gerät die Selbstsicherheit ins Wanken: Vor anderen reden zu müssen, den eigenen Standpunkt zu vertreten und kritisiert zu werden sind Situationen, in denen die meisten Frauen gerne selbstsicherer wären.
· In folgendem sind sich Österreicherinnen, Deutsche und Schweizerinnen einig: Selbstsicherheit kann und will gelernt werden.

Eine im Auftrag von Always durchgeführte Studie an 20- bis 49-jährigen Frauen in Österreich, Deutschland und der Schweiz liefert aktuelle Ergebnisse zur weiblichen Selbstsicherheit. Die schon in Kindheitstagen geprägte und über ersten beruflichen Erfolg gesteigerte Selbstsicherheit birgt trotz großer Übereinstimmungen in vielen Bereichen länderspezifische Unterschiede.
Die Studie basierte auf einem identischen Grundfragebogen, der um Länderspezifika erweitert und modifiziert wurde.

· Frauen wollen mehr...
Rund die Hälfte der befragten Frauen fühlen sich bereits selbstsicher - besonders im vertrauten Kreis, unter Menschen, die sie gut kennen und denen sie selbst vertraut sind.
Trotz aller Frauenpower wünschen sich jedoch 83% der Österreicherinnen, 77% der deutschen Frauen und immerhin 53% der Schweizerinnen noch mehr Selbstsicherheit: dieser Wunsch hat wohl darin seinen Ursprung, dass die Selbstsicherheit außerhalb des gewohnten Umfeldes, wenn Frauen sich mit ihrer Persönlichkeit und Meinung gegenüber anderen Menschen exponieren, leicht ins Wanken gerät.

· Frauen glauben: Selbstsicherheit ist erlernbar
Alle Befragten sind sich dahingehend einig, dass Selbstsicherheit erlernbar ist. Insbesondere Tipps von selbstsicheren Frauen werden für die eigene Weiterentwicklung als hilfreich gesehen. Bei einem kostenlosen Kursangebot würden Frauen in der Schweiz Kurse über Typberatung bzw. Wellness-Strategien wählen - also eher ihr äußeres Erscheinungsbild verändern - deutschen und österreichischen Frauen erscheinen neben der Förderung und Erkennung eigener Talente Rhetorik-Lektionen besonders vielversprechend.

· Soziale Netzwerke als Quelle weiblicher Selbstsicherheit
Einem intakten sozialen Netzwerk und guten Freundinnen messen Frauen aller drei Länder für ihre Selbstsicherheit einen sehr hohen Stellenwert bei. Auch aus einer stabilen Zweierbeziehung beziehen 68% der deutschen, 66% der Schweizerinnen und 62% der österreichischen Frauen persönliche Selbstsicherheit.

· Was die Selbstsicherheit ins Wanken bringt
Ein zentrales Ergebnis der Studie ist die deutliche Selbstsicherheit, die Frauen in ihrem persönlichen Umfeld und insbesondere in ihren Partnerschaften empfinden. In eins zu eins Situationen mit einem Mann, zu dem sie eine Beziehung unterhalten, fühlen Frauen sich firm. In Situationen, in denen sie einen Standpunkt vertreten und sich öffentlich darstellen und profilieren müssen, gerät die Selbstsicherheit jedoch häufig ins Wanken.
Am stärksten fühlen sich Frauen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz verunsichert, wenn sie kritisiert werden - 62% der Schweizerinnen, 72% der Deutschen und 74% der Österreicherinnen. Besonders die Österreicherinnen fühlen sich auch unsicher, wenn sie vor anderen reden sollen (67%). Erstaunlich ist, dass sich für mehr als die Hälfte aller Frauen ein unsicheres Gefühl einstellt, wenn sie sich nicht passend gekleidet fühlen.

· Konservative Schweizerinnen?
Ob es sich um die Frage nach der Zufriedenheit mit der momentanen Tätigkeit, der Partnerschaft, der Gleichberechtigung oder dem Beruf handelt, Schweizerinnen sind im Unterschied zu ihren Nachbarinnen zufriedener. Sind sie einfach genügsamer, oder ordnen sie sich dem traditionellen Rollenbild eher unter?

Auf die Frage "Was ist sehr wichtig für die Selbstsicherheit?" rangieren zwar in allen drei Ländern "Gute Freunde haben" und "Eine stabile Zweierbeziehung" an oberster Stelle. Doch geben lediglich 48% der Schweizerinnen an, ein eigener Beruf sei sehr wichtig für die eigene Selbstsicherheit während dies 60% der Österreicherinnen und 52% in Deutschland
für sehr wichtig halten. Ein eigenes Einkommen ist gar nur 37% der Schweizerinnen, aber 53% der Deutschen und 66% der Österreicherinnen sehr wichtig für die Selbstsicherheit.
Sowohl den Schweizerinnen als auch den deutschen Frauen sind "glückliche sexuelle Beziehungen" (CH 50%, D 44%) wichtiger für die eigene Selbstsicherheit als "Kinder haben" (CH 42%, D 38%). Hier unterscheiden sich die Österreicherinnen: "Kinder haben" ist 45% von ihnen, "Glückliche sexuellen Beziehungen" sind 39% sehr wichtig für die Selbstsicherheit.

Auf die Frage, ob man bereit sei, zugunsten der Partnerschaft zurückzustecken wird dies von Österreicherinnen viel entschiedener zurückgewiesen (Ö 51%, D 48%, CH 41%) und von Schweizerinnen stärker in Betracht gezogen (Ö 27%, D 25%, CH 34%).
Besonders ins Auge stechen die länderspezifischen Unterschiede beim Thema Gleichberechtigung: erachten 34% der Schweizerinnen die Gleichberechtigung als bereits verwirklicht, so finden das nur 21% der Deutschen und 15% der Österreicherinnen. Bei den Karrieremöglichkeiten halten immerhin 46% der Schweizerinnen die Gleichberechtigung für verwirklicht, von den deutschen und österreichischen Frauen sind es nur 27 bzw. 22%, die so denken. Die Meinung, Hausfrauen seien in der Gesellschaft genauso anerkannt wie berufstätige Frauen, ist in der Schweiz ebenfalls überproportional hoch vertreten.
Ein Einflussfaktor auf diese Resultate dürfte in der Schweiz die, im Vergleich zu den Nachbarländern Österreich und Deutschland, niedrigere Erwerbsquote bei Frauen sein. Dazu tragen wohl die wirtschaftliche Situation einerseits und das traditionellere Rollenverständnis andererseits wesentliches bei.

· Töchter selbstsicherer als ihre Mütter
Wie in anderen Bereichen auch, erweisen sich bereits die ersten Lebensjahre für die Entwicklung der Selbstsicherheit als maßgebend. Eltern können durch ihren Erziehungsstil die Entwicklung beim Kind fördern aber auch hemmen. Duckmäuser werden im späteren Leben viel härter an ihrer Selbstsicherheit zu arbeiten haben, als ein ernst genommenes Kind. Eine glückliche Kindheit als prägender Faktor (Ö 62%, D 55%, CH 60%) spielt in der Entwicklung von Selbstsicherheit eine tragende Rolle.
Die befragten Frauen fühlten sich rückwirkend im großen und ganzen selbstständig erzogen Die Einschätzung der Selbstsicherheit des Vorbilds Mutter wurde deutlich niedriger angesetzt als die eigene. Zu einem übereinstimmenden Ergebnis gelangt man hinsichtlich der Entwicklung von Selbstsicherheit: vor dem 20. Lebensjahr ist die Selbstsicherheit unterschiedlich stark ausgeprägt (Erziehung, Familie) aber tendenziell eher niedrig. Den stärksten Zuwachs erfährt sie zwischen dem 21. und 25. Lebensjahr (Berufseinstieg, Partnerschaft) steigt weiter bis zum 35. Lebensjahr (beruflicher Erfolg, Familiengründung), um sich dann in Folge kontinuierlich weiter zu entwickeln.

· Männliche Selbstsicherheit - Statussymbole und beruflicher Erfolg? Die Quellen weiblicher und männlicher Selbstsicherheit werden von den Frauen als unterschiedlich gesehen.
Auf die Frage wovon die Selbstsicherheit des Mannes ihrer Meinung nach abhängt, geben Frauen beruflichen Erfolg (Ö 86 %, D 82% , CH 78%) und die finanzielle Situation (Ö 79%, D 77%, CH 63%) sowie Statussymbole (Ö 58%, D 57%, CH 48%) an. Dass Männer ihre Selbstsicherheit auch aus der Attraktivität für "Frauen" beziehen, glauben mehr Österreicherinnen als Schweizerinnen und deutsche Frauen (Ö 79%, D 68%, CH 66%).

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